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Festival-Leiter: Dok-Filme haben es im Fernsehen immer schwerer

Festival-Leiter: Dok-Filme haben es im Fernsehen immer schwerer

Dokumentarfilme haben es in Deutschland nach Ansicht von Experten immer schwerer, ins Fernsehen zu kommen. Die Schere zwischen aufwendig produzierten Dok-Filmen, die in den Kinos laufen, und nur gering budgetierten kleinen Produktionen gehe immer weiter auseinander, sagte der Leiter des Internationalen Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm Dok Leipzig, Claas Danielsen.

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Im Filmarchiv der Leipziger DOK-Filmwochen. (Archivfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Was immer mehr wegbreche, sei das Mittelfeld, das im Wesentlichen auch von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern mitfinanziert werde. „Die Finanzierungsbeiträge der Sender sind in den vergangenen Jahren im Durchschnitt dramatisch gesunken“, sagte Danielsen.

„Um Zuschauer zu binden, orientieren sich viele Sender um“, sagte er. Sie setzten etwa auf Formate oder Dokumentationsreihen und leisteten sich immer weniger Einzelstücke, zu denen auch die künstlerischen Dok-Filme gehörten. Dennoch stehe der deutsche Dokumentarfilm im internationalen Vergleich stark da. „Der deutsche Dokumentarfilm ist international sehr renommiert“, sagte Danielsen. Die gute Ausbildung und die insgesamt solide Finanzierung durch die Filmförderungen zahle sich aus. Bei der diesjährigen Festival-Ausgabe konkurriere ein deutscher Film im internationalen und 14 im deutschen Wettbewerb. Insgesamt präsentiere Dok Leipzig 83 heimische Produktionen.

In diesem Jahr falle auf, dass sich viele Filme zwar mit aktuellen Themen befassten, diese aber ganz individuell erzählt würden. „Die Filme zeigen anhand von Einzelschicksalen, was etwa der Krieg in Syrien für eine Familie bedeutet. Insofern kommen sie einem sehr nah“, sagte Danielsen. Auch historische Themen würden auf diese Weise ganz neu erzählt. Beim 56. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm laufen vom 28. Oktober bis zum 3. November 346 Filme aus 57 Ländern. Es werden 1 600 internationale Fachbesucher erwartet.

dpa

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