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Filmpreis Leipziger Ring : "Der Preis soll anstiften, sich zu empören"

Filmpreis Leipziger Ring : "Der Preis soll anstiften, sich zu empören"

Zwölf Filme sind für den Wettbewerb um den Filmpreis "Leipziger Ring" nominiert. Zur heutigen Preisverleihung hat die Stiftung Friedliche Revolution für 19 Uhr in die Nikolaikirche eingeladen.

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Michael Kölsch

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die LVZ sprach vorab mit Stiftungsvorstand Michael Kölsch.

LVZ

: Wofür steht der Filmpreis "Leipziger Ring"?

Kölsch

: Er steht für die Würdigung eines internationalen Dokumentarfilms, der sich mit den grundlegenden Werten der Friedlichen Revolution von 1989 wie Freiheit, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung auseinandersetzt. Er soll anstiften, sich zu empören. Wir halten den Dokumentarfilm für ein geeignetes Medium, um auf Missstände hinzuweisen, Menschen zu kritischem Handeln anzuregen.

Welche Menschen waren und sind Ihrer Ansicht nach diejenigen, die für diese Werte einstehen?

Da möchte ich zuerst Christian Führer nennen. Er trat gegen DDR-Unrecht ein und legte nach 1989 seinen Finger in die Wunden der Gesellschaft. Neben Leipziger Bürgerrechtlern von 1989 wie Tobias Hollitzer, Uwe Schwabe, Pfarrer Christoph Wonneberger sind es Menschen wie Edward Snowden. Er riskiert zu Gunsten der Allgemeinheit die eigene Freiheit, um sich für mehr Gerechtigkeit und Demokratie einzusetzen. Auch viele andere Mutige stehen für diese Zivilcourage.

Warum findet die Verleihung in der Nikolaikirche statt?

Dieser Ort steht wie kein zweiter für das konstruktive und friedliche Aufbegehren der Bürger. Ein authentischer Ort, der die Geschichte Deutschlands über die Grenzen hinaus erzählt.

Wie schaffen es die Filme in die engere Auswahl?

Für den "Leipziger Ring" hat das Dok-Team aus 2350 Einsendungen zwölf Filme nominiert. Grundlage für die Auswahl ist die von der Stiftung veröffentlichte Auslobung. Eine unabhängige dreiköpfige Jury hat daraufhin den Preisträger ausgewählt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.10.2014

Lange, Juliane

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