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Furiose Hatz: Jo Nesbø macht in "Headhunter" den Jäger zum Gejagten

Furiose Hatz: Jo Nesbø macht in "Headhunter" den Jäger zum Gejagten

Ohne alkoholkranken Kommissar, aber nach dem selben Rezept für atemraubende Hochspannung: Jo Nesbø schickt mit dem „Headhunter“ keinen abgehalfterten Ermittler wie Harry Hole, sondern einen kühlen Erfolgsmenschen ins Rennen.

Berlin. Und erneut wundert es nicht, dass Nesbøs Krimis in Dutzenden Ländern ihre Fans fanden. Auch „Headhunter“ hat den typischen Sog seiner Erzählungen, die nüchtern und intelligent verfasst zu schlaflosen Nächten verführen.

Roger Brown trägt die richtigen Anzüge und das richtige Mienenspiel für die gehobene Gesellschaft seiner Stadt. Doch die schicke Fassade ist teuer - und Brown, Sohn eines Chauffeurs, deshalb mit einem besonderen Sinn für Kunst ausgestattet. Als er bei einem äußerst erfolgversprechenden Beutezug seine große Liebe anrufen will, klingelt deren Handy im Schlafzimmer des Wohnungsbesitzers...

Nesbø gestaltet schon dieses „Vorspiel“ gewohnt mitreißend und pfiffig. Dabei ist es erst der Anfang einer Geschichte, die immer rasanter und mit verrückten Wendungen auf das große Finale zusteuert. Wie bei den Fällen Harry Holes müssen diverse Menschen - und ein Hund - auf teils erstaunliche Weise ihr Leben lassen, bis nur noch einer der beiden „Kopfjäger“ übrig ist.

Die Fans des Krimi-Gurus kennen das Phänomen schon: Immer wenn man glaubt, man habe die Story nun durchblickt, legt Nesbø ein Steinchen um - und alles ist ganz anders. Wie stets lockt er seine Leser auf immer neue Fährten, um dann blitzschnell und komplett umzuschwenken. Er komponiert die Handlung so geschickt und überzeugend, dass beim Lesen von „Headhunter“ wie auch bei den Harry-Hole-Bänden nur eines höllisch schwer fällt: das Weglegen vor der letzten Seite.

Jo Nesbø: Headhunter

Ullstein Verlag

320 Seiten

14,95 Euro

ISBN 978-3-54828-045-5

Annett Klimpel, dpa

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