Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 0 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Gegen den Strom: Jonathan Vandenbroeck alias Milow im Haus Auensee

Gegen den Strom: Jonathan Vandenbroeck alias Milow im Haus Auensee

Antwort wollte er geben auf die Frage, was er in den vergangenen drei Jahren gemacht hat. Milow ist zurück. Zurück aus seiner selbstgewählten Auszeit. Zurück in Leipzig.

Voriger Artikel
Kunstsammlungen Chemnitz zeigen Andy-Warhol-Ausstellung
Nächster Artikel
Benefizkonzert für "Leipzig hilft Kindern": Schönheit und Größe im Dienste der Kleinen

Milow in Leipzig: Vor 1500 Zuhörern spielte der 33-jährige Belgier am Donnerstag im Haus Auensee.

Quelle: André Kempner

Mit ihm: "Silver Linings", ein in Teilen orchestriertes Werk, sein im März dieses Jahres veröffentlichtes viertes Studioalbum. Zwei Stunden füllt er Donnerstagabend das Haus Auensee. 1500 sind dabei.

Keine Show, kein Spektakel. Jonathan Vandenbroeck eröffnet mit einer Ballade: "Blue Skies" - sympathisch, offen, sanft. Eine in blaues Licht getunkte Bühne, seine fünfköpfige Band - und: seine Stimme, die leise "Dankeschön" ins Mikro haucht. Mehr braucht es nicht. Auch nicht mehr als Jeans und Jeanshemd plus Gitarre. Die gibt der 33-Jährige an diesem Abend nur selten her. Die Bühne färbt sich rot. "Learning How To Disappear". Abgetaucht war er, sein Erfolgstrauma zu überwinden.

Fünf Jahre nonstop Aufmerksamkeit. Fünf Jahre geballte Tourneeverpflichtungen. Nach dem Platinalbum "Milow" (2009), eine Zusammenfassung der belgischen Alben "The Bigger Picture" (2006) und "Coming Of Age" (2008) für den europäischen Markt, sowie den noch im gleichen Jahr eilig hinterhergeschobenen Konzertmitschnitt "Live - Maybe Next Year" schloss sich 2011 das nicht mehr ganz so erfolgreiche Studiowerk "North And South" an. Ausgelaugt habe er sich gefühlt, "wie in einem engen Cockpitsitz eines Überschallfliegers eingepfercht", erzählt Milow in einem früheren Interview. 2012 kehrt er Belgien, kehrt er Europa den Rücken, reist nach Kalifornien, Soloauftritte folgen, später auch wieder das Studio.

Das, was er aus Übersee mitgebracht hat, kommt an. "Schöne Musik", flüstert es in den Zuhörerreihen. Das, womit er einst seinen weltweiten Durchbruch feierte, begeistert. "Ayo Technology" (das Lied ging in fünf Ländern auf Platz eins der Charts) und "You Don't Know" zählen dazu. Eine bewegte Menge, die sich inmitten eines beinahe intimen Konzertabends wiederfindet. Und teilhat an immerhin ein paar Stunden im Leben eines echt gebliebenen Stars dieser Zeit, der sein Publikum nie ausschließt, stattdessen einlädt zum privaten Plausch. So erzählt Milow, dass er trotz des Geburtstages seines Bruders gekommen ist, "einen schönen Abend in Leipzig zu verbringen". Leipzig hätte ihn gewiss nicht missen wollen. Magdeburg noch, ansonsten ist die Messestadt einziger Stopp im Osten Deutschlands auf seiner ausgedehnten "We Must Be Crazy"-Europatournee. Ein augenzwinkerndes Motto.

Milow zeigt Vielseitigkeit. Treibenden Gute-Laune-Rock-Pop in "Waste The Dawn" inklusive E-Gitarren-Solo, puren Unplugged in "She Might She Might" (Duo mit Gitarrist Tom Vanstiphout) sowie Neues: "Wind Me Up" vom aktuellen Album (klanglich überaus dicht).

Hauptzutaten sind eine "verträumte" Telecaster-Gitarre mit Vibrato, ein Walking Bass, ein Rimshot-Schlagzeug und ein samtig singender Milow. Der verabschiedet sich nur aus einem Grund: um wiederzukommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.11.2014
Juliane Lange

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipziger Buchmesse

    Rückblick auf die LVZ-Autorenarena auf der Leipziger Buchmesse 2017. Alle Gespräche noch einmal ansehen! mehr

  • Schauspiel Leipzig
    Mikrologo Schauspiel Leipzig

    Theater in Leipzig: Höhepunkte, Premieren, Spielplan und Angebote der Spielzeit 2016/2017 im Schauspiel Leipzig mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

Leipzig und die evangelisch-lutherische Kirchenbehörde wachten zu Bachs Zeiten streng über "unliebsame" Glaubensausübungen. Das Bach-Museum Leipzig beleuchtet in der Ausstellung "Glaubenswelten" die religiöse Situation in der Stadt zu jener Zeit. Hier geht's zur Schau des Monats April! mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr