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Gewandhausbesuch in Leipzig wird teurer: Tickets kosten bis zu 25 Prozent mehr

Gewandhausbesuch in Leipzig wird teurer: Tickets kosten bis zu 25 Prozent mehr

Für viele Leipziger ist der Besuch im Gewandhaus eine liebe Gewohnheit. Wer in der kommenden Spielzeit Werke von Strauss, Rachmaninow oder Mahler erleben will, muss vor allem für das Große Concert tiefer in die Tasche greifen.

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Gewandhaus zu Leipzig während der Begrüßung der Erstsemester durch die HTWK im Oktober 2013.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die Ticketpreise steigen im Freiverkauf um bis zu 25 Prozent an. Im Abo wird vor allem der Donnerstag teurer. Der Stadtrat gab am Mittwoch seine Zustimmung.

Nutzer von Premium-Karten und der günstigeren Peisgruppe IV müssen prozentual den größten Preissprung in Kauf nehmen: In beiden Kategorien werden die Tickets um ein Viertel teurer, steigen von 52 auf 65 Euro beziehungsweise von 16 auf 20 Euro. Insgesamt zahlen Freunde klassischer Musik künftig zwischen 4 und 13 Euro mehr pro Einzelkarte.

Im Anrecht ist der Preissprung deutlich beim Donnerstags-Anrecht zu spüren: Das Premium-Abo steigt um 20 Prozent von 219 auf 273 Euro. In weiteren Preisgruppen müssen die Besucher künftig 13 bis 14 Euro mehr auf den Tisch blättern. Insgesamt wird das Donnerstag-Angebot komplett auf das Preisniveau des Freitag angehoben. Freitags und sonntags bleibt die günstigste Abo-Preisgruppe III unangetastet, die anderen Ticketpreise steigen moderat.

Gerade den Donnerstag hätten bisher sicher eher preisbewusste Leipziger genutzt, vermutet Skadi Jennicke, kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Stadtrat. Das persönliche Monatseinkommen liege in Leipzig im Durchschnitt bei 1014 Euro - und vor diesem Hintergrund beantragte ihre Fraktion, die Donnerstagpreise stabil zu lassen. Dafür fand sich aber am Mittwoch im Rat keine Mehrheit.

Höhere Personalkosten durch Tariferhöhungen, mehr Kosten für Energie, LVB-Abgabe und Dienstleister sowie der Wegfall der Vorverkaufsgebühr für Eigenveranstaltungen machen laut Gewandhaus die Anhebung der Ticketpreise unumgänglich. Trotz steigender Zuschüsse durch die Kommune müsse der Kulturbetrieb 2014 bis 2016 jährlich zwischen 300.000 und einer halben Million Euro zusätzlich erwirtschaften. Durch die Erhöhung der Preise rechnet das Gewandhaus mit Mehreinnahmen von etwa 275.000 Euro.

Mit einem herben Einbruch der Besucherzahlen rechnet der Eigenbetrieb der Kommune nicht: Ein Prozent weniger Abos kalkuliert das Gewandhaus ein. Rund 12.500 Abonnements verkauft das Haus am Augustusplatz Jahr für Jahr. "Das Marketingkonzept sieht eigentlich nur bis zu 12.000 Abonnenten vor, um noch über ausreichend Eintrittskarten für den Einzelverkauf und für Großkunden zu verfügen", heißt es in der Erklärung für die Stadträte.

Auch mit der neuen Preisstruktur befinde sich das Gewandhaus selbst mit einer 65-Euro-Karte im Premiumbereich noch im Mittelfeld vergleichbarer Orchester, heißt es weiter: So ein Ticket kostet in Berlin und München 73 Euro. Die Staatskapelle Dresden verlangt für die Premiumkarte 69 Euro, bei den Philharmonikern der Landeshauptstadt kann man sich für 32 Euro bestens platzieren lassen. Das teuerste Ticket für eine Aufführung des MDR-Sinfonieorchesters kostet übrigens 40 Euro.

Wer auch 2014 nicht auf einen Gewandhausbesuch verzichtet, kann unter der Leitung von Gewandhausdirektor Riccardo Chailly wieder musikalische Höhepunkte erleben.

Werke von Strauss, Rachmaninow und Mahler stehen auf dem Plan. Als Gastdirigenten kommen Größen wie Sir Eliot Gardiner oder Herbert Blomstedt nach Leipzig. Und noch vor der Preiserhöhung im Sommer gibt es nach drei Jahren wieder Konzerte im Grünen: Durch die Unterstützung von Porsche als Sponsor sei es möglich, am 11. und 12. Juli zwei Open-Air-Events im Rosental anzubieten.

Evelyn ter Vehn

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