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Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly schickt Grußwort aus Mailand

Nach Konzertabsage Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly schickt Grußwort aus Mailand

Jetzt meldet sich Riccardo Chailly zu Wort: Der Gewandhauskapellmeister kann wegen einer Erkrankung seine Abschiedskonzerte nicht dirigieren. Diese Nachricht sorgte für lebhafte Diskussionen. Nun äußert sich der Italiener in einer Grußbotschaft.

Mailand/Leipzig. Die Wellen schlugen hoch, als Riccardo Chailly am Montag das Gewandhaus informierte, dass er seine letzten Termine als Gewandhauskapellmeister aus Krankheitsgründen absagen müsse. Die Diagnose: eine Nebenhöhlenentzündung mit hohem Fieber und unerträglichen Kopfschmerzen. Die Folge: Die beiden Großen Concerte am Donnerstag und Freitag mit Gustav Mahlers dritter Sinfonie übernahm kurzfristig Chaillys designierter Nachfolger Andris Nelsons, das als Abschiedskonzert gedachte Konzert am Sonntag mit anschließendem Lebwohl-Dinner entfällt ersatzlos.

Nun rief Chailly in Gewandhaus und in der LVZ-Redaktion an und führte mit hörbar angeschlagener Stimme aus, wie leid es ihm tue, sich nicht angemessen von seinem Orchester und dem Leipziger Publikum verabschieden zu können. Schon vor den Mailänder Open-Air-Konzerten auf dem Domplatz vom letzten Wochenende hätten die Ärzte ihm dringend geraten, kürzer zu treten.

Chailly: „Ich hätte auf sie hören sollen. Nun bleibt mir nur zu hoffen, dass sich in der Zukunft doch noch die Gelegenheit zu einem menschlichen und musikalischen Wiedersehen gibt.“

Dem Gewandhaus übermittelte er ferner einen Brief, den er in den beiden Großen Concerten in die Programmhefte legen ließ.

Darin heißt es :

Liebe Freunde und Kollegen des Gewandhausorchesters,
es tut mir sehr leid, dass mich meine Krankheit daran hindert, zu fliegen, so dass ich nicht, bei Ihnen in Leipzig sein kann, um die 11 Jahre unserer großartigen Zusammenarbeit zu feiern.

Im Rückblick erfüllen mich die großen Projekte mit Stolz, die wir gemeinsam im Gewandhaus, auf Tourneen in der ganzen Welt und in den Medien verwirklicht haben. Ebenso die wichtigen musikalische Zyklen: Bach, Mendelssohn Bartholdy, Schumann, Beethoven, Brahms, Mahler, Strauss und so viel zeitgenössische Musik!

Große Projekte, große Erinnerungen, große Gefühle.

Ich bin sicher, dass Ihr musikalischer Weg auch weiterhin das nationale und international e Ansehen genießen wird, das wir mit großer Kraft gemeinsam aufgebaut haben, der großen Geschichte des Orchesters würdig.

Die Zusammenarbeit und Anteilnahme, die mich mit Ihnen, der Direktion des Gewandhausorchesters, der Stadt Leipzig und ihren Bürgern verband, wird mir als wichtige Periode meines musikalischen Lebens in dankbarer Erinnerung bleiben.

Ich danke Andris Nelsons, dass er diese Woche für mich übernommen hat.

Riccardo Chailly
(Übersetzung: Peter Korfmacher)

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