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Grüne verlangen mehr Jugendangebote im MDR

Grüne verlangen mehr Jugendangebote im MDR

Die Grünen haben vom Mitteldeutschen Rundfunk mehr Angebote für Jugendliche gefordert. Der MDR dürfe sich nicht aufs Altenteil zurückziehen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im sächsischen Landtag, Karl-Heinz Gerstenberg.

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Die Grünen haben vom Mitteldeutschen Rundfunk mehr Angebote für Jugendliche gefordert. Der MDR dürfe sich nicht aufs Altenteil zurückziehen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im sächsischen Landtag, Karl-Heinz Gerstenberg.

Quelle: dpa

Dresden. „Wenn MDR-Intendant Udo Reiter einen Jugendkanal der ARD jetzt als Illusion abtut, kann man nur mit dem Kopf schütteln.“ Dabei gehe es um eine grundlegende Pflicht und keine Kür, über die man mal reden könnte, wenn noch ein bisschen mehr Geld da wäre.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und ganz besonders der MDR werde momentan seinem Auftrag nur ungenügend gerecht, weil er Jugendliche vor allem in der Altersgruppe zwischen 15 und 25 Jahren fast gar nicht mehr erreiche. Reiter hatte am Donnerstag seinen vorzeitigen Rückzug vom Posten des Intendanten angekündigt. Wenige Tage zuvor hatte er gesagt, er halte einen Jugendkanal zwar für wünschenswert, aber auch für nicht umsetzbar.

„Hat beim MDR schon mal jemand daran gedacht, dass die Jugendlichen von heute die erwachsenen Zuschauer und Beitragszahler von morgen sein könnten?“, fragte Gerstenberg. Die jungen Leute würden sich auch später nicht mit den jetzigen Angeboten begnügen. „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk könnte dann für weite Teile der Bevölkerung schlichtweg irrelevant sein und jegliche Akzeptanz verlieren.“ Gerstenberg mutmaßte, dass es beim MDR mangelnde Kenntnisse über jugendliche Zielgruppen gibt. „Es genügt nicht, Jugendliche mit Sport und einzelnen großen Shows zu beliefern.“ Als Vorbilder nannte er andere Dritte, etwa den SWR mit „DasDing“ oder den Bayerischen Rundfunk mit „südwild“.

Einen Ausweg sieht Gerstenberg darin, Jugendliche selbst Fernsehen machen zu lassen. „Das Programm muss direkt an ihren Lebenswelten anknüpfen. Gerade lokaler Jugendjournalismus und die daraus resultierenden frischen und authentischen Angebote könnten für mehr Identifikation mit dem MDR sorgen.“ Gerstenberg zufolge gehe es auch um die Weiterentwicklung des Fernsehens an sich. Bei den jüngeren Generationen würden Gewohnheiten bereits heute wesentlich von Internet, Sozialen Netzwerken und Videoplattformen bestimmt.

„Das Fernsehen ist für sie nach wie vor wichtig, aber sie erwarten immer mehr, sich ein Programm spontan selbst zusammenstellen zu können. Sie wollen mehr Interaktion und vor allem Inhalte, die ihre eigenen Themen betreffen“, betonte der Politiker. Wie für den gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunk dürften insbesondere auch für Jugendangebote klassische mediale Grenzen keine Rolle mehr spielen. „Fernsehen, Radio und Webangebote müssen gleichberechtigt nebeneinanderstehen und miteinander zu einem Gesamtangebot verbunden werden“, sagte Gerstenberg und wiederholte damit eine alte Forderung der Grünen.

„Für die Jugendangebote ist also ein digital ausgestrahlter, aber analog gedachter Spartenkanal keine gute Lösung.“ Die Auffassung, dass mehr Jugendangebote notwendig sind, sei inzwischen in der ARD  weit verbreitet. „Nur der MDR will sich aufs Altenteil zurückziehen. Statt sich zurückzulehnen, sollte der MDR die Vorurteile ablegen und mit anderen Anstalten nach gemeinsamen Möglichkeiten suchen.“

dpa

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