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Hartmann-Ära: Prüfung bestätigt Minus, Stadträte im Zweifel

Hartmann-Ära: Prüfung bestätigt Minus, Stadträte im Zweifel

Ist die vierjährige Intendanz von Sebastian Hartmann mit einem Defizit zu Ende gegangen oder nicht? Die Stadt wie der neue Intendant Enrico Lübbe sprechen von über 400 000 Euro, Hartmann und der ehemalige Schauspiel-Verwaltungsdirektor Volker Ballweg streiten das vehement ab.

Bei einer Ausschusssitzung im Rathaus am Mittwoch waren beide Seiten bei ihren Positionen geblieben (die LVZ berichtete).

Die Stadt legte gestern nach: "Eine Prüfung durch die städtische Beratungsgesellschaft bbvl bestätigt grundsätzlich das bereits seitens des Schauspiels (durch den neuen Intendanten Enrico Lübbe, Anm. d. R.) mündlich vorgetragene Defizit von mehr als 400 000 Euro", hieß es in einer Pressemitteilung. Ursache dafür seien vor allem Mehraufwendungen für die "Leipziger Festspiele" und der Umbau des Schauspielhauses zur "Arena". Die Prüfung habe ferner ergeben, dass die "Weiße Nacht" auf Schloss Beesenstedt nicht Bestandteil der Wirtschaftsplanung des Schauspiels gewesen sei. Der Untersuchung hätten die Daten der einzelnen Quartale, "die zum Intendantenwechsel am 31. Juli/1. August abgegrenzt wurden", sowie "vertiefende Stichproben" zugrunde gelegen.

Also alles einigermaßen klar? Offenbar nicht. Heftiger Widerspruch zur Darstellung der Stadt kam gestern von Reik Hesselbarth, Vorsitzender der FDP-Fraktion und Mitglied im Betriebsausschuss Kulturstätten: "Nach dem uns im Betriebsausschuss Kulturstätten vorgelegten Bericht der bbvl, der zudem noch zahlreiche Fragen offenlässt, ist diese Zahl falsch. Die Richtigkeit der heute durch die Stadtverwaltung verbreiteten Nachrichten, das Defizit von 400 000 Euro habe sich bestätigt, ist auch deswegen mehr als zweifelhaft. Niemand in der gestrigen Runde konnte diesen Betrag glaubhaft belegen. Darüber hinaus ist die Prüfung bislang nicht abgeschlossen."

Hesselbarth wundert sich zudem über über die Informationspolitik der Stadt: "Es ist eine nichtöffentliche Sitzung, in der vertraulich miteinander gesprochen wird. Ich erwarte auch von der Stadtverwaltung, dass sie sich an die gemeinsam vereinbarten Spielregeln hält." "Höchst verwundert" ist darüber auch das Ausschussmitglied Wolfram Leuze (Grüne): "Der Oberbürgermeister legt immer großen Wert auf Vertraulichkeit, und hier geht man auf diese Weise vor. Das eröffnet ganz neue Perspektiven der Öffentlichkeitsarbeit." Zur Defizitfrage sagte Leuze: "Hier ist noch gar nichts festgestellt worden. Es werden Dinge antizipiert, die noch nicht zu antizipieren sind." Seiner Auffassung nach stecke Meinungsmache dahinter.

Dass die Untersuchungen längst nicht abgeschlossen sind, bestätigte auch die Stadt in ihrer Mitteilung: "Der ehemaligen Betriebsleitung wird in den nächsten Tagen ein Fragenkatalog mit der Bitte um Beantwortung zugesandt werden." Konsequenzen müssen aus Sicht der Stadt in jedem Fall gezogen werden: "Unabhängig von dem Ergebnis wird sich der Stadtrat mit einem Nachtragswirtschaftsplan für das Schauspiel befassen."Jürgen Kleindienst

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.12.2013
Jürgen Kleindienst

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