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Heinz Strunk für Preis der Leipziger Buchmesse nominiert

Finalisten Heinz Strunk für Preis der Leipziger Buchmesse nominiert

15 aus 401: Die Jury hat entschieden, die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest. In der Kategorie Belletristik gibt es Überraschungen.

Die Leipziger Buchmesse findet in diesem Jahr vom 17. bis 20. März statt.
 

Quelle: dpa

Leipzig.  Es gibt sie noch, die Überraschungen. Am Donnerstag hat die Jury die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse bekanntgegeben. Wie immer in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Dass es mit Marion Poschmann und ihrem bei Suhrkamp erscheinenden Buch „Geliehene Landschaften – Lehrgedichte und Elegien“ Lyrik unter die besten fünf geschafft hat, überrascht seit dem Vorjahresgewinner Jan Wagner nicht mehr – der hatte mit dem Gedichtband „Regentonnenvariationen“ gewonnen –, wohl aber eine Endrunde mit zwei Dramatikern: Roland Schimmelpfennig und Nis-Momme Stockmann.

In Schimmelpfennigs Romandebüt „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ kreuzt der Weg eines Wolfes sich immer wieder mit den Wegen und Schicksalen verschiedener Menschen. Bilder und Geschichten „erzählen vom Suchen und Verlorensein, von der Kälte unserer Zeit und der Sehnsucht nach einem anderen Leben“, kündigt der Verlag S. Fischer an, wo das Buch Ende Februar erscheinen soll.

Strunk und ein in Leipzig aufgewachsener Serienmörder

Nis-Momme Stockmanns Roman heißt „Der Fuchs“ und kommt Anfang März bei Rowohlt heraus. Sein Protagonist rettet sich vor einer Flut aufs Dach und beschwört die verdrängten Bilder seiner Kindheit herauf. Auch die Geschichten seiner Freundin Katja – sie hatte diese Flut kommen sehen.

Dazu kommt der Entertainer Heinz Strunk, ein Drittel des Trios Studio Braun und Autor von Büchern wie „Fleisch ist mein Gemüse“. Sein Roman „Der goldene Handschuh“ erscheint Ende Februar und kommt ohne autobiographische Züge aus. Der Rowohlt Verlag verspricht „erzählerischen Furor, historische Genauigkeit und ungeheures Mitgefühl“ beim „Eintauchen in die infernalische Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Abbruchquartier“, in der Fritz Honka sein Unwesen treibt, ein in Leipziger Kinderheimen aufgewachsener Serienmörder.

Heinz Strunk bei einem Auftritt im Leipziger Täubchenthal

Heinz Strunk bei einem Auftritt im Leipziger Täubchenthal.

Quelle: Kempner

Guntram Vesper ist der älteste der zwischen 1941 und 1981 geborenen Belletristik-Finalisten. Er stammt aus Frohburg, und so heißt auch sein Anfang März bei Schöffling & Co. erscheinendes Opus magnum. Auf 1008 Seiten erzählt er von Jugend, Aufwachsen und Erwachen, von der Flucht der Familie 1957. Ein Land und eine Zeit werden festgehalten, Kultur und Politik, Krieg und Nachkrieg. Der Verlag spricht von einem „umfassenden, großartigen Porträt deutschen Lebens im 20. Jahrhundert“, einem „Geschichts- und Geschichtenpanorama, wie wir schon lange keines hatten“.

Die Nominierten

Kategorie Belletristik:

– Marion Poschmann: „Geliehene Landschaften - Lehrgedichte und Elegien“ (Suhrkamp)

– Roland Schimmelpfennig: „An einem klaren, eiskalten Januarmorgen zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ (S. Fischer)

– Nis-Momme Stockmann: „Der Fuchs“ (Rowohlt)

– Heinz Strunk: „Der goldene Handschuh“ (Rowohlt)

– Guntram Vesper: „Frohburg“ (Schöffling & Co.)

Kategorie Sachbuch/Essayistik:

– Werner Busch: „Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit“ (C.H. Beck)

– Jürgen Goldstein: „Georg Forster. Zwischen Freiheit und Naturgewalt“ (Matthes & Seitz)

– Ulrich Raulff: „Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung“ (C.H. Beck)

– Christoph Ribbat: „Im Restaurant. Eine Geschichte aus dem Bauch der Moderne“ (Suhrkamp)

– Hans Joachim Schellnhuber: „Selbstverbrennung: Die fatale Dreiecksbeziehung zwischen Klima, Mensch und Kohlenstoff“ (C. Bertelsmann)

Kategorie Übersetzung:

– Kirsten Brandt: übersetzte aus dem Katalanischen „Flüchtiger Glanz“ von Joan Sales (Hanser)

– Brigitte Döbert: übersetzte aus dem Serbischen „Die Tutoren“ von Bora ?osi? (Schöffling & Co.)

– Claudia Hamm: übersetzte aus dem Französischen „Das Reich Gottes“ von Emmanuel Carrère (Matthes & Seitz Berlin)

– Frank Heibert: übersetzte aus dem Englischen „Frank“ von Richard Ford (Hanser Berlin)

– Ursula Keller: übersetzte aus dem Russischen „Eine Straße in Moskau“ von Michail Ossorgin (Die Andere Bibliothek)

Der Preis der Leipziger Buchmesse ist mit 60 000 Euro dotiert und wird zum 12. Mal vergeben. Wer ihn bekommt, verkündet die Jury am 17. März, dem ersten Buchmessetag, um 16 Uhr, in der Glashalle. Für die Nominierungen der letzten 15 hat die Jury unter der Leitung von Kristina Maidt-Zinke aus insgesamt 401 Werken gewählt, die von 113 Verlagen eingereicht wurden. Maidt-Zinke weiß, dass viele Leser „den Preis und die damit verbundene Medienaufmerksamkeit als wichtige Orientierungshilfe bei der Auswahl ihrer Bücher“ nutzen. Das gilt für die Belletristik wie auch für die Finalisten in den Kategorien Sachbuch/Essayistik sowie Übersetzung.

Präsentation der Nominierten am 17. März auf der Leipziger Buchmesse: 11 Uhr Belletristik und 12 Uhr Sachbuch/Essayistik: Literaturforum (Halle 4, Stand E401); 13 Uhr Übersetzung: Forum International (Halle 4, Stand E500). Preisverleihung: 16 Uhr, Glashalle. In der LVZ-Autorenarena sind Guntram Vesper (14.30 Uhr) und Heinz Strunk (15 Uhr) am 18. März zu Gast (Halle 5, Stand C100)

Von Janina Fleischer

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