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Hilfe im Leipziger Freiluftparty-Dschungel: Berliner Unternehmen entwickelt Open-Air-App

Hilfe im Leipziger Freiluftparty-Dschungel: Berliner Unternehmen entwickelt Open-Air-App

Sommerzeit ist in der Messestadt auch Open-Air-Festivalzeit. In vielen Parks der Stadt, an den Seen oder Flussläufen treffen sich zwischen Juni und September Gleichgesinnte, laben sich an Sonnenschein und elektrisch verstärkter Musik.

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Impression vom Think!-Open Air am Cospudener See. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Mitunter ist die Zahl der kleinen und großen Open Airs allerdings unüberschaubar. Die Berliner Software- und Socialmedia-Schmiede „intentions international“ entwickelt derzeit eine Smartphone-App, die als Pfadfinder durch den Freiluftparty-Dschungel in Leipzig dienen könnte.

Eine iOS-Version soll in zwei Wochen gratis zur Verfügung stehen, eine für Android danach folgen. Bereits jetzt liefert die Leipziger Facebook-Seite erste Eindrücke vom Potential. Innerhalb von wenigen Stunden meldeten sich hier gut 5000 Menschen an. Zugleich wird in den Subkulturen der Stadt aber auch Kritik laut. Die Angst vor tausendfachem Andrang auf lauschigen Szenefeiern geht um. LVZ-Online sprach mit den beiden Geschäftsführern von "intentions international".

Was ist der „Open Air Finder“ und wie wird er funktionieren?

intentions international: Das ist eine Smartphone-Anwendung, über die verifizierte DJs und sonstige Organisatoren von Freiluft-Veranstaltungen diese inserieren können, um sie einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Sollten die Veranstaltungen ohne Eintritt sein, sind die Inserate auch kostenlos. Die übrigen Nutzer können die Events dann über die App sowie über die Facebook-Seite, in welche die Inhalte der App exportiert werden, finden. Über die App besteht zudem die Möglichkeit, Open Airs nach Zeit, Ort, Genre und nicht-kostenpflichtigen Events zu filtern.

Woher stammt die Idee zu dieser App?

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2011 trat Clueso spontan im Leipziger Clara-Zetkin-Park auf. (Archivfoto)

Quelle: Dirk Knofe

intentions international: Wir sind ein fünfköpfiges Team Berliner Social Entrepreneurs, die selber schon in Kooperation mit anderen Veranstaltern und DJs einige Open Airs veranstaltet haben und auch sonst gerne auf Open Airs gehen. Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, die Open Air Kultur auszuweiten, indem wir ein Produkt entwickeln, das als Werbekanal und Informationsmedium genutzt werden kann. Die App beschränkt sich übrigens bei weitem nicht nur auf Leipzig.

Die Idealsituation ist somit eine bundesweit vernetzte Open-Air-Szene?

intentions international: Unsere Vision ist eine weltweit Vernetzung, die auch über die subkulturelle „In-Crowd“ hinausgeht – so wie es hier in Berlin bereits seit einiger Zeit der Fall ist. Hier existieren verschiedene Open-Air-Kulturen nebeneinander und das ohne, dass sie sich in die Quere kommen: beispielsweise kommerzielle Elektro-Veranstaltungen, Festivals für Hip Hop und Reggae sowie natürlich auch die geheimen, illegalen Open Airs. Wir sympathisieren mit der Subkultur, möchten diese auch schützen und dabei helfen, sie zu legalisieren – so wie es ja bereits in Halle geschafft ist. Wir sind jedoch darüber hinaus auch der Überzeugung, dass die Subkultur kein Monopol auf Parties unter freiem Himmel besitzt.

Das heißt, bei Euch können aber auch nicht angemeldete Veranstaltungen beworben werden? Ruft das nicht Polizei und Ordnungsamt auf den Plan?

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Screenshot von der Webseite des Open Air Finders unter openairfinder.net

Quelle: Screenshot openairfinder.net

intentions international: Theoretisch kann jedes Massenmedium dazu missbraucht werden, nicht öffentliche Veranstaltungen publik zu machen. Wir werden definitiv alles in unserer Macht stehende tun, um das zu verhindern. Allerdings eignet sich der „Open Air Finder“ ohnehin weniger für Missbrauch, als andere soziale Netzwerke: Weil wir die DJs und Veranstalter, die ihre Open Airs bewerben, verifizieren. Auch auf unserer Facebook-Seite werden sich nur Informationen wiederfinden, die in der App erstellt wurden und diese Infos lassen sich nicht kommentieren. Wie schon erwähnt, sympathisieren wir mit nicht angemeldeten Open Airs. Klar ist aber auch: Wir halten uns an die geltende Rechtslage und distanzieren uns deshalb ausdrücklich von illegalen Veranstaltungen. Daher werden Organisatoren, die gegen unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen, von unserem Dienst ausgeschlossen.

Ihr seid ja alle Berliner. Wann schaut Ihr Euch die Leipziger Festivalszene persönlich an und wo geht's dann hin?

intentions international: Uns zieht es immer wieder mal nach Leipzig, besonders, da wir den charmenten Flair der Innenstadt sehr schätzen. Auf welches Open Air es uns demnächst verschlägt, werden wir natürlich spontan im "Open Air Finder" recherchieren. (scherzend)

Matthias Puppe

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