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Himmlisch! Helene Fischer hebt erneut in Leipzig ab

70.000 Fans sahen die Show Himmlisch! Helene Fischer hebt erneut in Leipzig ab

Mit einer grandiosen 140-Minuten-Show begeisterte Helene Fischer an zwei Abenden in Leipzigs Red-Bull-Arena. Über 70.000 Menschen sahen das Farbenspektakel und eine gut aufgelegte Helene Fischer.

Helene Fischer in Leipzig.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Es gibt Götter, die haben im richtigen Moment ein Einsehen. Der Regengott ist so einer. Oder Helene Fischer muss ihn verdammt gut kennen. Womöglich ist er ihr sogar verfallen. Zwei Abende jedenfalls verschonte er über 70.000 Fans in der Red Bull Arena in Leipzig. Nur am Sonnabend, da öffnete er um halb neun mal kurz die Schleusen. Doch als Helene Fischer dann zehn Minuten später kam, schickte er Sonne in die Schüssel. Gott grüßte Göttin mit Lichtspiel zum Farbenspiel.
Größer ging es nicht. Größer als Helene Fischer geht es wirklich nicht.

Wer im Oktober ihre Leipziger „Farbenspiel"-Show gesehen hat, kam bei der Stadion-Version nicht aus dem Staunen heraus: noch perfekter, noch aufwendiger, noch phänomenaler, noch spektakulärer. Ein überrumpelndes Feuerwerk aus Farben, Bewegung, Musik, szenischer Fantasie, fantastischen Projektionen – und alles in atemberaubendem Tempo. Eine kolossal unbarmherzige Dauerattacke auf alle Sinne. Ein Feuerwerk, das mal als sanfte Seelen-Welle dahintrieb, mal als Tornado durch das volle Stadion wirbelte.

Am Samstagabend hat Helene Fischer ein erstes Konzert in Leipzig gegeben, tausende Leipziger kamen und feierten mit der Sängerin. Insgesamt absolviert die Künstlerin auf ihrer aktuellen Tour zwei Auftritte in der Messestadt.

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Helene Fischer weiß genau, wo Gas gegeben und wo es ganz langsam gehen muss. Dieser Wechsel macht die Magie – und ein Phänomen, das Helene Fischer heißt. Dass es weder die lange Plauderei mit den Fans noch eine überlange Pause gab, tat der Show gut. Jetzt war alles aus einem Guss und ohne Bruch, auch wenn zwei Musik-Tanz-Stücke dabei waren, die nur dazu dienten, dass Helene sich umziehen konnte. Doch wie selbst diese Pausen choreografiert waren – grandios.

Funken und Fontänen

Kaum hatte sich der Himmel am Sonnabend wieder erhellt, sprühten Funken und Fontänen aus der 52-Meter-Bühne, platzten Raketen, flogen grüne Papierschlangen und gelbe Schmetterlings-Plättchen durch die Luft. Helene kommt als Amazone, enges, gelbes, dekolliertes, langes Leibchen, vorne und hinten mit Zipfeln. Was putzig zipfelig über den goldenen Riemenstiefeln aussah. Es geht los mit einem Hit-Reigen: „Unser Tag", „Und morgen früh küss ich dich wach", „Fehlerfrei", „Mitten im Paradies". Helene geht, schreitet, wippt, tänzelt ein bisschen, eine Truppe aus zwölf Tänzern füllt Bühne und Laufsteg.

Auf der Rückwand viel Buntes, in fliegender, ständiger Veränderung, Federn, Rechtecke, Wellen, blau und pink, dann rote Schleier. Zu „Wunder dich nicht" im verspielten Ethno-Puszta-Sound leuchtet ein grüner Traumwald. Zum Uptempo-Song „Marathon" wachsen aus Ästen prächtige Blüten, während Helene mit der Tanztruppe wirbelt. Der Baum, der als Kulisse lang hingestreckt im Hintergrund liegt, zeigt sich ab und zu als kleine Showtreppe und immer wieder als märchenhafter Bilderzauberer.

Doch mit Helene Fischer, nein, mit der kann er nicht mithalten. Sie ist die Magierin, die alle betört, hinreißt, begeistert. Sie schlängelt zwischen schlängelnden Tänzern („Sterne in der Sommernacht"). Sie kommt im weißen Mini-Glitzer-Kleid mit Schleppe und Tabaluga-Beichte („Ich wollte nie erwachsen werden"). Man möchte einfach nur seufzen. Sie wird umtanzt von Stelzengängern und Männern in altmexikanisch und altägyptisch anmutenden Kostümen vor eisblauen Perlen-Panoramen („Vergeben, vergessen, vertrau‘n"). Sie bremst das Rhythmus-Feuer von „Feuerwerk" ab, während heiße Feuerwolken, aus dem Boden schießen. Sie räkelt sich sexy, umgezogen in einen blauen Overall mit grünen Stöckelschuhen, zu „Sexy" von Marius Müller-Westernhagen auf einem roten Lippensofa, lässt „Männer" und „Simply the Best" (der Laufsteg dreht Helene) mit voller Stimme folgen, schickt „Mit keinem Anderen" hinterher. Das ganze Stadion singt.

Am Samstagabend hat Helene Fischer ein erstes umjubeltes Konzert in Leipzig gegeben. Auf LVZ.de kamen die Fans zu Wort.

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Den ganzen Text lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Leipziger Volkszeitung am 29. Juni oder im E-Paper auf LVZ.de.

Red Bull Arena Leipzig 51.347486 12.346444
Red Bull Arena Leipzig
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