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„Im Bett mit den Lipsi Lillies“ im Blauen Salon

Burlesque-Premiere „Im Bett mit den Lipsi Lillies“ im Blauen Salon

Frivol-erotische Tanzeinlagen und ein Vier-Gänge-Menü. Das erwartete die Zuschauer am Sonntagabend im Blauen Salon. Die Leipziger Burlesque-Gruppe „Lipsi Lillies“ stellte dort ihr neues Programm vor.

Die Lipsi Lillies mit Conférencier Bert Callenbach und Mitzi von Sacher (3. von rechts) feierten im Blauen Salon Premiere ihres neuen Programms.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Erotisch-augenzwinkernde Tanzdarbietungen und ein Vier-Gänge-Menü sorgen am Sonntagabend für volles Haus im Blauen Salon des Central Kabaretts. Auf dem Programm steht „Im Bett mit den Lipsi Lillies“ mit dem sich Leipzigs dienstälteste Burlesque-Gruppe erstmals vor heimischem Publikum präsentiert.

Frivol-ironischer Start

Nachdem sich die vier Grazien entsprechend dem Motto aus den Federn erhoben haben, ist es an Conférencier Bert Callenbach und seiner Assistentin Mitzi von Sacher durch ein Programm zu führen, zwischen dessen überwiegend große Momente sich auch immer wieder die eine oder andere Holprigkeit schleicht.

Der Start ist allerdings zunächst vielversprechend: Bringt Mama Ulita in der ersten Darbietung des Abends zahlreiche Luftballons unter tatkräftiger Hilfe des Publikums zum Platzen, setzt Simone de Boudoir mit einer ironischen Einlage fast gänzlich ohne Haut das erste Ausrufezeichen des Abends.

„Wir machen jetzt Kultur“

Und auch die beiden anderen Lillies sorgen immer wieder für Aufsehen im Saal. Während Roxy Heart besonders bei ihrem Auftritt als Weiße Rose mit buntem Lichtertanz überzeugen kann, serviert Mirielle Tautou mit einem Schattenspiel als sinnlicher Dschinn eine Performance, die gerade durch ihre Auslassungen die Fantasie anzuregen weiß.

Als Fels in der Brandung erweist sich ein ums andere Mal Conférencier Callenbach, der nicht nur den Großteil der Pausen zwischen den Tänzen glänzend humorvoll überbrückt, sondern mit seiner gesungenen Reflexion über einen Opernbesuch („Wir machen jetzt Kultur“) den absoluten Höhepunkt im Programm markiert. Im Übrigen dicht gefolgt von Mama Ulitas furiosem Abschluss als schwarze Hexe mit Hula-Hoop-Reifen.

Kleine Stolpersteinchen

Dem gegenüber stehen allerdings auch einige Einlagen, die nicht recht in das doch sehr weit gefasste Konzept des Abends passen wollen. So wird eine Ariendarbietung de Boudoirs, die besonders durch ein gänzlich aus Notenblättern bestehendes Kleid besticht, durch unnötig flache Slapstickeinlagen eines Gutteiles ihrer Wirkung beraubt. Auch das im Duett mit Callenbach vorgetragene „Where The Wild Roses Grow“ (Nick Cave und Kylie Minogue) muss eher als Ausreißer aus dem Show-Korsett verbucht werden. Zudem schleicht sich in das Pausenprogramm zum Finale hin ein Hauch zu viel Routine ein.

Doch womöglich sind diese kleinen Stolpersteine auch der besonderen Premieren-Situation geschuldet, der sich die Lipsi Lillies an diesem Abend stellen. Denn in Summe bietet das Quartett über zwei Stunden eine Show, deren Unterhaltungswert sich trotz gelegentlich stockenden Verlaufs letztlich auf hohem Niveau bewegt. Das bunt gemischte Publikum jedenfalls dankt an diesem Valentinstag die Inszenierung mit lautstarkem und ausdauerndem Applaus .

„Im Bett mit den Lipsi Lilies“ ist – dann ohne begleitendes Menü – wieder am 16. April und am 4. Juni im Blauen Salon (Markt 9) zu erleben. Karten gibt es zum Preis von 24 Euro unter 0341 52903052.

Von Bastian Fischer

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