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Im Krieg zerstört: Fenster des Künstlers Josef Albers entstehen im Grassi-Museum neu

Im Krieg zerstört: Fenster des Künstlers Josef Albers entstehen im Grassi-Museum neu

Die im Zweiten Weltkrieg zerstörten 18 Fenster des Bauhaus-Künstlers Josef Albers (1888-1976) wurden rekonstruiert und kehren im September an ihren alten Platz ins Grassi-Museum zurück.

Leipzig. Am 4. Dezember werden sie für das Publikum zu sehen sein. Die Kosten für die Repliken liegen im sechsstelligen Bereich.

Das Geld für die Wiederherstellung stammt von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Leipzig. Über den genauen Betrag schwiegen beide Seiten. „Es ist das größte Engagement, das das Grassi-Museum bis dato erfahren hat", sagte Eva Maria Hoyer, Direktorin des Hauses gegenüber LVZ-Online.

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Leipzig. Die im Zweiten Weltkrieg zerstörten 18 Fenster des Bauhaus-Künstlers Josef Albers (1888-1976) wurden rekonstruiert und kehren im September an ihren alten Platz ins Grassi-Museum zurück. Am 4. Dezember werden sie für das Publikum zu sehen sein. Die Kosten für die Repliken liegen im sechsstelligen Bereich.

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Albers Glaskunst würde ihrem Haus „seine Aura" zurückgeben, meinte Hoyer. Derzeit sei das Treppenhaus kühl und sachlich. Das Raumgefühl soll durch die Fenster ein anderes werde. „Vor allen Dingen wird es unverwechselbar sein, und auf Besucher aus aller Welt anziehend wirken", sagte die Direktorin. Das Grassi als Gesamtkunstwerk, wie es einst konzipiert worden war, lebt wieder auf, war die einhellige Meinung bei der Museumsleitung und den Förderern.

Bis zur ihrer Vernichtung durch Bombenangriffe in den Jahren 1943/45 befand sich die größte Flachglasarbeit eines Künstlers der Dessauer Bauhauszeit im Haupttreppenhaus des Leipziger Museums. Die bis zu sieben Meter hohen Fenster wurden 1926 entworfen und 1927 gefertigt und eingebaut.

Die Rekonstruktion ist laut Museumsdirektorin „legitim", da der Künstler nicht selbst die Farbe auf die Fenster aufgetragen hat. Die Arbeiten wurden von einer Berliner Firma nach Plänen Albers ausgeführt. Die Leitung des Grassi konnte eine Wiederauferstehung des Werks jedoch erst ins Auge fassen, als in den Firmenarchiven in der Hauptstadt Originalmaterial gefunden und durch Spenden Leipziger Bürger eine Foto-Dokumentation möglich wurde. So konnte der Aufbau des Glases und der Fenster genau nachempfunden werden. „Natürlich gibt es aber auch hier einen Interpretationsspielraum", sagte Hoyer.

Michael Dick

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