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"Intendant vor die Nase gesetzt" - Konwitschny rechnet mit Oper und Stadt Leipzig ab

"Intendant vor die Nase gesetzt" - Konwitschny rechnet mit Oper und Stadt Leipzig ab

Nach seinem überraschenden vorzeitigen Abschied als Chefregisseur der Oper Leipzig rechnet Peter Konwitschny mit der städtischen Kulturpolitik ab. Der neue Intendant Ulf Schirmer sei ihm ohne ein einziges vorheriges Gespräch über gemeinsame Ziele vor die Nase gesetzt worden, beklagte Konwitschny in einem Interview mit MDR Figaro.

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Peter Konwitschny hat um Vetragsauflösung gebeten.

Quelle: Hendrik Schmidt

Leipzig. „Ein Oberbürgermeister muss doch einen Intendanten finden, der dazu passt. Sonst verstehe ich das nicht. Warum denn einen Intendanten, der jetzt etwas ganz anderes macht?“, sagte der 66-Jährige. Die Oper habe in den vergangenen Jahren erfolgreich gearbeitet.

Das Haus hatte vor Weihnachten knapp mitgeteilt, dass Konwitschny auf eigenen Wunsch zum 1. Januar 2012 um Vertragsauflösung gebeten hat. Diesem Wunsch sei entsprochen worden. Am Mittwoch war bei der Oper zunächst niemand für eine Anfrage erreichbar.

Konwitschny sagte, dass er schon im Sommer gemerkt habe, dass die Chemie zwischen Intendant Schirmer und ihm nicht stimmte. Schirmer habe den Spielplan 2012/2013 „völlig neu zusammengestellt, ohne mich als Chefregisseur nur ein einziges Mal heranzuziehen“, berichtete er.

„Jetzt bei der Bauprobe für unsere Uraufführung hat Herr Schirmer sich über das Stück so negativ geäußert, dass ich wusste: Es hat keinen Zweck. So unterschiedliche Auffassungen können nie konform gehen.“

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hält die Neuausrichtung der Oper dagegen für richtig. „Ich glaube, die Oper hat sich mit dem neuen Intendanten Ulf Schirmer gut auf den Weg gemacht. Es gibt einen Aufbruch, dass man neues Publikum gewinnen will, dass man sich sehr stark konzentriert auf regionale Bedürfnisse und Erfordernisse“, hatte Jung erst vor wenigen Tagen gesagt.

Konwitschny dagegen sagte dem MDR: „Die Politiker müssten erst einmal wieder begreifen, dass die Oper etwas sehr Wertvolles zum Erhalt unserer Zivilisation beiträgt, weil sie Menschen-bildend und Werte-bildend wirkt. Sie können nicht einfach die althergebrachten Dinge auf die Bühne bringen, nur in der Hoffnung, dass dann mehr Zuschauer kommen. Das stimmt gar nicht.“

dpa

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