Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 1 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Irritation um Merkel-Bild: Staatsschutz ermittelte gegen Leipziger HGB-Studenten

Irritation um Merkel-Bild: Staatsschutz ermittelte gegen Leipziger HGB-Studenten

Diese Wirkung hat der Leipziger Kunststudent Martin Schwarze dann wohl doch nicht beabsichtigt. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte er gemalt, neben ihr einen Vermummten, der ein Gewehr auf ihren Kopf richtet.

Voriger Artikel
Straßenfest Karli-Beben: Baustelle wird zum dritten Mal zur Party-Meile mit Live-Musik
Nächster Artikel
Buh-Rufe: Hartmann-Inszenierung von Clemens Meyers „Im Stein“ provoziert in Stuttgart

Beim HGB-Rundgang im Februar wurde Schwarzes Kunstwerk besprüht - eine Simulation, die für Irritationen sorgte.

Quelle: Günther Beutner

Leipzig. Beim Februar-Rundgang in der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) hatte er das Bild aufgehängt. Einige Wochen später war er Gegenstand von inzwischen eingestellten Ermittlungen des Staatsschutzes. Jetzt berichteten Deutschlandfunk (DLF) und „Spiegel-Online" über den Fall.

Demnach sei es ihm bei dem Kunstwerk um den IS-Terror und das Attentat auf die Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo gegangen. Noch während des Rundgangs wurde „WIR TÖTEN DICH!" über das Bild gesprüht. Ein simulierter Angriff auf die Kunstfreiheit sei das gewesen, also gewollt, heißt es in dem DLF-Beitrag.

Dann ist eine offenbar eher nicht gewollte Kettenreaktion in Gang gesetzt worden: Ein Besucher machte ein Foto von dem Bild, zeigte es dem sächsischen Europaabgeordneten Hermann Winkler (CDU), der wiederum die Polizei auf das Bild aufmerksam machte. Der Staatsschutz ermittelte zunächst wegen angeblicher Sachbeschädigung, was der Künstler ausräumte. Später ging es um die Frage, ob hier zu Gewalt aufgerufen werde und ob das durch die Kunstfreiheit gedeckt sei.

Jetzt stehen Vorwürfe im Raum. Die Hochschulleitung habe keinen direkten Kontakt zu dem Künstler hergestellt, dafür seinen Namen der Polizei verraten, heißt es. Man sei als staatliche Behörde im Zuge der Amtshilfe dazu verpflichtet gewesen, sagte dazu am Freitag HGB-Sprecherin Meike Giebeler der LVZ: „Wir sind von einer Beschädigung ausgegangen und gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass das simuliert war." Erst bei der Senatssitzung an diesem Mittwoch habe man erfahren, worum es Schwarze wirklich gegangen sei.

jkl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Leipziger Buchmesse

    Leipziger Buchmesse und LVZ-Autorenarena bieten vom 23. bis 26. März 2017 wieder ein volles Programm. Alle Infos hier! mehr

  • Schauspiel Leipzig
    Mikrologo Schauspiel Leipzig

    Theater in Leipzig: Höhepunkte, Premieren, Spielplan und Angebote der Spielzeit 2016/2017 im Schauspiel Leipzig mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Titanic-Panorama im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

Kann man Solidarität auf "Rezept" verordnen? "Der Umgang mit 'Fremden' in der DDR" ist im Fokus einer Ausstellung in der BStU-Außenstelle Leipzig. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr