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Kanon der Moderne in Dresden - Ausstellung zeigt Who‘s Who der Kunst im 20. Jahrhundert

Kanon der Moderne in Dresden - Ausstellung zeigt Who‘s Who der Kunst im 20. Jahrhundert

Kirchner, Kandinsky, Miró und Picasso: Das Who‘s Who der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts ist bis Anfang 2013 in Dresden versammelt. Die von Bund und Ländern geförderte Ausstellung „Im Netzwerk der Moderne“ der Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) ist eine Hommage an den fast vergessenen Kunstkritiker Will Grohmann (1887-1968) zu dessen 125. Geburtstag.

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Die Ausstellung "Im Netzwerk der Moderne" wird in Dresden gezeigt

Quelle: dpa

Dresden. Die Auswahl vereint Künstler, die er vermittelte, mit denen er befreundet war und mit denen er sich beschäftigt hat, sagt Kuratorin Konstanze Rudert am Mittwoch vor der Eröffnung der Schau unter Schirmherrschaft von Kulturstaatsminister Bernd Neumann im Lipsiusbau.

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Dresden. Er war einer der einflussreichsten deutschen Kunstkritiker des 20. Jahrhunderts. Eine vom Bund geförderte Dresdner Ausstellung rückt Will Grohmann als Vermittler der Avantgarde ins Rampenlicht. Dafür kehrten erstmals zwei 1937 verlorene Gemälde nach Deutschland zurück.

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Dort sind auch zwei ehemals Dresdner Gemälde erstmals seit 75 Jahren wieder in Deutschland zu sehen. „Sieg der Sloop Maria“ von Lionel Feininger (1871-1956) aus Saint Louis (USA) und „Die ewigen Wanderer„ von Lasar Segall (1891-1957) aus Sao Paulo (Brasilien) zählen zu den Verlusten durch die Nazi-Aktion „Entarteten Kunst“ 1937. Wassily Kandinskys „Einige Kreise“ aus dem Guggenheim Museum New York sei erstmals wieder in der Elbestadt. Ein weiteres Bild, „Um den Fisch“ von Paul Klee aus dem MoMa in New York, reise leider aus konservatorischen Gründen nicht mehr.

Die Ausstellung vereint 203 Meisterwerkwerke - Gemälde, Arbeiten auf Papier, Skulpturen, Fotografien und eine Videoarbeit. Die Palette der Künstler reicht von Otto Dix über Piet Mondrian, Francis Bacon, George Braque, Wilhelm Lehmbruck und Pablo Picasso bis Henry Moore, Man Ray, Karl Otto Götz und Gerhard Richter. Rund ein Fünftel der Exponate stammt aus dem Bestand der SKD, die anderen von über 70 Leihgebern - wichtigen Museen und Privatsammlern weltweit.

Die Schau ist Ergebnis eines von der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder geförderten Forschungsprojekts. Sie solle auch zur Wiederentdeckung Dresdens als Zentrum der Moderne in Deutschland beitragen, sagte SKD-Generaldirektor Hartwig Fischer. Grohmann habe seine Zeitgenossenschaft mit Umsicht, Spürsinn und Klugheit belegt und so vielen Menschen den Weg zur Kunst der Moderne geöffnet. Er knüpfte erst von Dresden, ab 1948 von Berlin aus ein weltweites Netzwerk zur Förderung von Künstlern. Durch Mitwirkung an der Internationalen Kunstausstellung 1926, der Documenta oder den Biennalen von Venedig, São Paulo und Paris hatte er großen Anteil an der internationalen Vermittlung avantgardistischer Kunst.

dpa

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