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Katholische Kirche bedauert Auftritt des MDR-Fernsehballetts in Tschetschenien

Katholische Kirche bedauert Auftritt des MDR-Fernsehballetts in Tschetschenien

Ein Auftritt des MDR-Fernsehballetts bei der umstrittenen Geburtstagsfeier des tschetschenischen Republikchefs Ramsan Kadyrow ist nun auch der katholischen Kirche peinlich.

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Das MDR-Fernsehballett bei einer Show in der Arena Leipzig. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Rottenburg/Leipzig. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart will Konsequenzen nach dem Auftritt prüfen. Hintergrund: Die Diözese ist Mehrheitsgesellschafterin der Münchener Tellux Beteiligungsgesellschaft, die wiederum mit einem Anteil von 30 Prozent Gesellschafterin des Deutschen Fernsehballetts des MDR ist. Der Sender hatte sich von dem Auftritt des Balletts bereits distanziert.

Sechs Tänzer waren am 5. Oktober in Grosny bei einer Gala zu Kadyrows Geburtstag aufgetreten. „Die Diözese bedauert das“, sagte ein Sprecher am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte einen Bericht des „Spiegels“. Die Diözese und auch Tellux distanzierten sich von Regimen und Machthabern, denen Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

Zu der Feier waren auch die Schauspieler Hilary Swank und Jean-Claude van Damme gekommen. Menschenrechtler werfen dem kremltreuen Machthaber Kadyrow Folterungen und Vergewaltigungen vor.

Der „Spiegel“ berichtete, dass zu den Tellux-Gesellschaftern unter anderem neun deutsche Bistümer zählen. „Dass diese sich finanziell im Showgewerbe engagieren, war bisher selbst Kirchenkennern unbekannt“, hieß es in dem Artikel. In einer Mitteilung der Diözese Rottenburg-Stuttgart heißt es, man sei über die Einladung nach Grosny nicht informiert gewesen. „Es ist auch nicht üblich, dass Gesellschafter über Maßnahmen des operativen Tagesgeschäfts im Vorfeld unterrichtet werden.“ Nach einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung des Deutschen Fernsehballetts des MDR am 25. Oktober und einer Sitzung von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der Tellux am 26. Oktober sollten etwaige Konsequenzen beraten werden.

dpa

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