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Kinderfilm-Preis "Goldener Spatz" geht an „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“

Kinderfilm-Preis "Goldener Spatz" geht an „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“

Der Film „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ hat am Freitag in Erfurt den „Goldenen Spatzen“ als bester Kinderfilm des Jahres gewonnen. Die romantische Komödie von Regisseur Marc Rothemund konnte die 25-köpfige Kinderjury von Deutschlands größtem Kinder-Medien-Festival mit seiner glaubwürdigen Geschichte und perfekt besetzten Charakteren überzeugen.

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Mitglieder der Kinderjury beim Filmfestival „Goldener Spatz“am 27.05.2011 in Erfurt

Quelle: dpa

Erfurt. „Es war eine knappe Entscheidung, aber der Film ist einfach lustig zu schauen und hat eine gute Story“, sagte Jury-Mitglied Paul Muhler.

Der 13-jährige Würzburger und 24 andere Kinder zwischen 9 und 13 Jahren vergaben sieben „Goldene Spatzen“ für Film- und Fernsehbeiträge oder Schauspieler. Dafür mussten sie in wenigen Tagen 18 Stunden lang fernsehen und anschließend bewerten. „Die Kinder haben sehr aufmerksam und unabhängig geschaut“, lobte Fachbetreuerin und Kinderbuchautorin Usch Lohn. „Wir waren überrascht, wie wenig sie sich durch Werbung manipulieren lassen.“ Zwar wollten die meisten Kinder immer noch das Handy-Foto mit dem Star haben. „Aber die Schwärmerei hatte keine Auswirkung auf Entscheidungen.“

Doch was ist ein guter Kinderfilm? „Der muss spannend sein - wie wenn man auf die Toilette muss und nicht gehen will, weil man so gefesselt ist“, erklärte die 12 Jahre alte Jana McKinnon aus Wien. In der Jury saßen neben deutschen Kindern auch Schüler aus Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Südtirol.

Den Preis in der Kategorie Unterhaltung vergaben sie an eine Folge der „Sendung mit dem Elefanten“, als bester Kurzspielfilm räumte „Halbe Portionen“ von Martin Busker ab. Er habe sie sowohl zum Lachen wie zum Weinen gebracht, begründete die Jury ihr Votum. In den meisten Kategorien setzten sich wie in den Vorjahren Produktionen der öffentlich-rechtlichen Sender durch. Als beste Informationssendung wurde das ZDF-Entdeckermagazin „pur+“ mit dem Thema Computerspiele ausgezeichnet. Bester Darsteller wurde Lorenz Harder für seine Rolle als Luka in „Halbe Portionen“, einer Produktion von SWR, Arte und BR.

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Der Schauspieler Lorenz Harder erhält am 27.05.2011 in Erfurt den Goldenen Spatz als Darsteller für seine Rolle als Luka im ebenfalls prämierten Kurzspielfilm „Halbe Portionen“.

Quelle: dpa

Die Jury-Kinder lobten allerdings nicht nur, sondern übten auch Kritik: Für kleine Kinder unter sechs Jahren gebe es fast nur Zeichentrick-Sendungen. Produzentin Uschi Reich begründete dies mit dem notorischen Geldmangel im Kinderprogramm. Zugleich hätten viele Zeichentrickfilme ein überraschend hohes Niveau. Besonders die mit dem Preis für Innovationen ausgezeichnete Firma Studio Soi könne mit ihrer europäischen Erzählweise jederzeit mit amerikanischen Produktionen mithalten.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann bemängelte, der Erfolg deutscher Kinderfilme beruhe fast ausschließlich auf Verfilmungen bekannter Bücher und Marken oder auf Märchenfilmen. „Dagegen entstehen kaum noch Filme nach neuen Stoffen, die keine bekannte Vorlage haben, aber die Lebenswirklichkeit der Kinder abbilden.“

Festivalleiterin Margret Albers zog eine positive Bilanz des größten deutschen Kinder-Medien-Festivals: Es seien an die 12 000 Besucher nach Erfurt und Gera gekommen. Beim Publikum seien neben „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ der Jugendfilm „Empathie“ und die 3D-Animation „Konferenz der Tiere“ besonders gut angekommen.

Das Festival „Goldener Spatz“ wurde 1979 in Gera als „Nationales Festival für Kinderfilme der DDR“ gegründet und lockte in den Folgejahren bis zu 100.000 Besucher an. Nach der Wiedervereinigung stand es kurzzeitig auf der Kippe, wurde dann aber mit neuem Konzept weitergeführt. Inzwischen hat es sich als Wettbewerb für Kinderfilme etabliert, befasst sich aber auch mit neuen Medien wie dem Internet.

Theresa Münch, dpa

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