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Kino-Zeitreisender Marty McFly landete vor 26 Jahren am 21. Oktober 2015

„Zurück in die Zukunft 2“ mit visionärem Blick Kino-Zeitreisender Marty McFly landete vor 26 Jahren am 21. Oktober 2015

Marty McFly landet in der visionären Hollywood-Komödie „Zurück in die Zukunft 2“ (1989) als Teenie von 1985 am 21. Oktober 2015 in der Kleinstadt Hill Valley. Der irritierte Zeitreisende trifft auf Skype und Mikrowelle, Hoverboard und Internet. Was sich die Filmemacher Bob Gale und Robert Zemeckis Ende der 80er Jahre ausdachten, lag erstaunlich nah an der heutigen Realität.

Marty McFly (Michael J. Fox) mit Hoverboard in „Zurück in die Zukunft 2“

Quelle: Universal Pictures

Leipzig. Es ist so weit. Die Zukunft beginnt. Heute ist der Marty McFly-Tag. Ein Merk-Datum für alle „Zurück in die Zukunft“-Fans. Denn am 21. Oktober 2015 landet der Teenie aus dem Jahr 1985 in Hill Valley 2015, katapultiert von der Zeitmaschine im schnittigen DeLorean. An jenem Tag beginnt Martys Zukunft, die sich in der Realität noch über zwei Jahrzehnte Zeit lässt.

So hat es sich Autor Bob Gale, Jahrgang 1951, ausgedacht. So hat es Robert Zemeckis, Jahrgang 1952, zwischen 24. Februar und 2. August 1989 für 40 Millionen Dollar inszeniert (weltweites Einspiel: 381 Millionen Dollar). Verblüffend, was da so alles in einer filmischen Kleinstadt in Kalifornien zu sehen ist: ein bunter Mix aus Utopie, ahnungsvollem Blick und sanfter Ironie.

Marty McFlys neue Freizeit-Jacke passt sich dem Körper an und ist selbsttrocknend, erinnert in ihrem weiten, legeren Schnitt allerdings an Modern-Talking-Sakkos aus der „You’re my Heart, you’re my Soul“-Zeit. An den weißen, hohen Sneakers, in die der Zeitreisende seine Füße steckt, müssen nicht mehr mit den eigenen Fingern lange Senkel gebunden oder Laschen festgezurrt werden. Das machen die von ganz allein.

3D-Werbung fürs Kino

Im Kino von 2015 läuft „Der weiße Hai 19“ in der Regie von Max Spielberg (ein Joke: Steven Spielberg war Coproduzent und Max sein 1985 geborener Sohn) – und die Werbung springt furchterregend in täuschend echtem 3D aus der Fassade. Der Taxifahrer kassiert mit einem handlichen Zahlgerät, Bücher sind auf staubabweisendem Papier gedruckt und im Antiquariats-Schaufenster liegt nicht nur eine Jacke von Marty anno 1985, sondern auch, verstaubt, grau und vergessen, ein früher Macintosh-Computer.

Filmemacher Robert Zemeckis

Robert Zemeckis, geboren am 14. Mai 1952, war fasziniert vom Thriller „Bonnie & Clyde“ . Danach wollte er auch Filmemacher werden, gehörte zum Freundeskreis von Steven Spielberg, hatte einen Kassenhit mit „Auf der Jagd nach dem grünen Diamenten“ (1984) und seinen endgültigen Durchbruch mit der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie. 1995 bekam er für „Forrest Gump“ einen Regie-Oscar. Weitere Filme: „Cast Away – Verschollen“ (2000), „Der Polarexpress“ (2004). Am 22. Oktober startet in den deutschen Kinos „The Walk“, das grandiose, in 3-D gedrehte Abenteuer um den französischen Seiltänzer Philippe Petit, der am 7. August 1974, noch vor der Eröffnung, in einer illegalen Aktion zwischen den WTC- Türmen in 412 Meter Höhe auf Stahlseilen balancierte. „Man on wire“, der Dokfilm über dieses waghalsige Kunststück, erhielt 2009 einen Oscar.

Was seine guten, zukünftigen Gründe hat. Die erlebt der irritierte Marty McFly daheim bei sich selbst. Die Kinder am Tisch haben Brillen auf, mit denen sie fernsehen, telefonieren und Videospiele machen, über einem flachen Großbildschirm kann geskypt werden, Drohnen führen Hunde aus und ein handtellergroßes Teigstück wird im Hydrator zur XXL-Pizza.

Da ist man dann schon eher irritiert, dass es noch Faxgeräte gibt. Oder stimmt im 80er-Jahre-Nostalgie-Café jenen Jungen zu (einer ist Elijah Wood, der Hobbit Frodo Beutlin aus „Herr der Ringe“), die gelangweilt über Videospiele der Vergangenheit reden, für die man noch die Hände brauchte.

Zeitungsseiten bleiben aktuell

Auch wenn es bei Marty McFly 2015 weder Smartphones noch Google gibt, auf den Zeitungs-Titelseiten arbeitet schon das Internet: Sie aktualisieren sich nach Nachrichtenlage im Handumdrehen. „Zurück in die Zukunft 2“ war eben nicht nur eine überbordende, spielerische Fantasie, sondern basierte auf einen visionären Blick auf Technik-Entwicklungen.

Kein Wunder: Die Effekte kamen von Industrial Light & Magic, die Firma von George Lucas, die in jenen Jahren im Kino die Tore für die Effektgewitter der Neuzeit öffnete. Leider blieb danach die Originalität des filmischen Erzählens hinter der Technik zurück.

Hoverboard gibt es wirklich

Da freut man sich dann doch über jenes Hoverboard, mit dem Skateboard-Fan Marty McFly dem fiesen Biff und seiner Gang entkommt – bis er im Wasser landet. Über diesem Element schwebt es nämlich nicht. Inzwischen gibt es das Hoverboard mit Magnetschwebetechnik tatsächlich. Das kalifornische Unternehmen Hendo hat letztes Jahr das utopische Gerät gebaut, das durch Motore unter dem Brett über leitfähigem Boden gleiten kann.

Virtuelle Brillen sind mittlerweile alles andere als Zukunftsmusik, auch wenn es sie noch nicht wirklich zu kaufen gibt. Die Firma Nike bastelt an einem Schuh, der sich selbst schließt – und hat dabei vor allem die Kinder gestresster Eltern im Blick. Es gibt Berichte, dass bereits im Weihnachtsgeschäft mit den ersten Marty McFly-Schuhen zu rechnen ist.

Pepsi hingegen, das im Nostalgie-Café des Zeitreise-Films eine gewisse Rolle spielt, hat nichts Neues entwickelt, sondern bietet zum Marty McFly-Tag Nostalgie-Flaschen an. Natürlich im „Zurück in die Zukunft 2“-Design.

Von Norbert Wehrstedt

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