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Kunst am Bau: Leipziger Lyrik verewigt im Interdruck-Palais

Kunst am Bau: Leipziger Lyrik verewigt im Interdruck-Palais

Erst am Dienstag wurde das erste von mehreren Wand-Mosaiken fertig. Auch dort geht es um Lyrik oder Aphorismen von Dichtern, die viel mit Leipzig zu tun haben. "Allerdings zeigt das Glasmosaik eine solchen Text auf verschlüsselte Weise", erklärt Anja Gröner, welche die Idee für diese ungewöhnliche Form der "Kunst am Bau" im Interdruck-Palais an der Dresdner Straße hatte.

Leipzig. "Im denkmalgeschützten Teil - einst eine der größten Druckereien der Stadt - wurde ja alles originalgetreu rekonstruiert. Da gab es wenig Spielraum für moderne Kunst." Neben dem, von der CG-Gruppe jüngst zu 120 Wohnungen verwandelten Druck- und Verlagshaus, entstand aber noch ein Neubau mit 57 Wohnungen. "So wie es bei der 1916 errichteten Druckerei selbstverständlich war, dass Künstler die Flure verschönerten, wollten wir auch hier eine moderne Entsprechung finden. Nur eben mit den Mitteln unserer Zeit."

Liebe, Zeit, Natur, Kunst, Sprache, Humor - auf jeder der sechs Etagen des Neubaus sind nun kurze Texte auf dem Weg zur Wohnungstür zu lesen. Zum Beispiel dieser von Jeremias Gotthelf: "Wo viel Liebe ist, da ist viel Vergebung." Für Anja Gröner, die in der Firmengruppe ihres Mannes Christoph seit Jahren das gesamte Innendesign der Bauten verantwortet, war von Anfang an klar, dass an diesem historischen Ort der Bücher im Graphischen Viertel Leipzigs nur eine Textur die richtige Wahl ist.

Die in Italien lebende Künstlerin Julia Bornefeld fertigte aus den ersten Ideen alsbald konkrete Entwürfe. Sowie ein farbliches und künstlerisches Gesamtkonzept, das an kleinen Tafeln in den Eingangsbereichen extra noch erläutert wird. "Wir wollen Bewohner und Besucher unaufdringlich zum Nachdenken anregen", sagt Anja Gröner. "Und den nachfolgenden Generationen zeigen, dass auch in unserer Zeit mit Sinn für die schönen Dinge gebaut worden ist."

Im LKG-Ensemble an der Prager Straße, das ebenfalls die CG-Gruppe zurzeit saniert, übernimmt der Leipziger Maler Michael Fischer-Art die Gestaltung von Fluren, Treppen, eines Teils der Fassade und des Hofs. "Schließlich stammte von ihm das große Wandbild, das nun hinter einem Ergänzungsneubau verschwinden muss", so die 42-Jährige. Fischer-Art wolle bei LKG unter anderem eine Büste des 2013 verstorbenen Leipziger Schriftstellers Erich Loest aufstellen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2014

Jens Rometsch

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