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Kunst für Kunst: Große Benefizauktion zum Rundgang in der Spinnerei

Kunst für Kunst: Große Benefizauktion zum Rundgang in der Spinnerei

Der Auslöser war ein Einbruch. Diebe hatten eine Woche vor dem Herbst-Rundgang Rechner mitgehen lassen. "Wir überlegten, den Verlust mit Hilfe einer kleinen Benefiz-Auktion auszugleichen", erzählt Sophia Littkopf, Geschäftsführerin der Halle 14. Das gemeinnützige Zentrum für zeitgenössische Kunst in der Leipziger Baumwollspinnerei hat das Computerproblem längst behoben - ein Unternehmen spendete - die Auktion findet dennoch statt: Morgen kommen über 50 Werke, die von Künstlern und den in der Baumwollspinnerei ansässigen Galerien zur Verfügung gestellt werden, unter den Hammer.

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Und zum Dritten: In Halle 14 werden am Samstag über 50 Arbeiten versteigert. Geschäftführerin Sophia Littkopf griff gestern schon mal zum Hammer.

Quelle: André Kempner

Leipzig. "Alle Spinnerei-Galerien haben uns unterstützt", freut sich Littkopf über die spontane Solidarität.

Versteigert werden unter anderem Arbeiten von Matthias Weischer, David O'Kane, Tilo Baumgärtel, Hans Aichinger, Sebastian Speckmann, Ricarda Roggan, Henriette Grahnert, Kaeseberg, Jochen Plogsties, Johannes Rochhausen, Sebastian Neebe und Edgar Leciejewski. Vielfältig sind auch die Genres, die von Malerei und Zeichnung über Fotografie, Lithografie, Radierung bis zu Linolschnitt und Skulptur reichen. Stimmung verspricht das Auktionatoren-Duo, das aus Schriftsteller Clemens Meyer und Laden-für-Nichts-Galerist Uwe-Karsten Günther besteht. Die zum Verkauf stehenden Werke können vor Ort oder im Internet unter www.halle14.org vorab besichtigt werden.

Warum aber eine Benefizauktion, wenn der ursprüngliche Anlass dafür gar nicht mehr existiert? Es gebe genug andere Gründe, sagt die Geschäftsführerin. Seit dem Rückzug der Stiftung Federkiel aus dem Projekt Halle 14 fehlt es an Geld. Rund 20 000 Euro müssen nun pro Jahr anderweitig beschafft werden. Anlass ist also doch ein Einbruch, nur eben ein finanzieller.

"Wir müssen umdenken", resümiert Sophia Littkopf. "Ein Kunstzentrum dieser Art und Größe erfolgreich und mit Qualität zu führen, ist immer ein gewaltiger Kraftakt, nicht nur organisatorisch, sondern vor allem finanziell. Darauf muss man sich einstellen und neue Wege finden, um Ausstellungen, Studioprogramme, Kunstvermittlungsangebote, Veranstaltungen und eine Kunstbibliothek auf die Beine stellen zu können." Der Erlös der Auktion werde direkt den Projekten der Halle 14 zufließen.

Es wäre in der Tat ein Verlust, wenn die nicht-kommerzielle Insel in der Baumwollspinnerei an Substanz verlieren würde. Seit 2002 werden in der 20 000 Quadratmeter großen, denkmalgeschützten Industriehalle in wechselnden Gruppenausstellungen internationale Positionen gezeigt - nie stromlinienförmig, fast immer witzig, frech und hochpolitisch. Kunst, die aufklären will und auch mal wehtut, das zeichnet die in der Regel vom Künstlerischen Leiter Frank Motz kuratierten Präsentationen aus. Dazu ist die Halle 14 Kommunikations- und Produktionsort. - Und das sollte auch so bleiben.

Jürgen Kleindienst

iBenefizauktion zum Rundgang in der Baumwollspinnerei in Halle 14 (Spinnereistraße 7): Samstag 16-18 Uhr; www halle14.org

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.01.2014

Jürgen Kleindienst

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