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Kunstraub in Dessau – Leipziger Galeristin bittet um Hinweise

Diebe mit Schlüssel und Sinn für Erotik Kunstraub in Dessau – Leipziger Galeristin bittet um Hinweise

Drei Kunstwerke sind in einer Ausstellung im Anhaltischen Kunstverein in Dessau gestohlen worden, die Täter hatten offenbar einen Schlüssel. Die Polizei ermittelt bislang erfolglos. Die Leipziger Galeristin Sabine Elsner bittet darum jetzt um Hinweise. Gesamtwert der Werke: rund 18 000 Euro.

Claudia Hauptmann: Die Braut, 2016.

Quelle: Galerie Artae

Dessau/Leipzig. Tattoos in der zeitgenössischen Kunst – ein durchaus interessantes Thema, dem bis zum 21. August in der Ausstellung „Blau auf blasser Haut“ im Anhaltischen Kunstverein Dessau nachgegangen wird. Gezeigt werden 23 Werke von 8 Künstlern. Doch von dreien sind seit einigen Tagen nur noch Ausdrucke zu sehen – mit dem Vermerk „gestohlen“. Die Gemälde wurden bereits Ende Juli entwendet, die Polizei ermittelt – bislang ohne Erfolg. Geklaut wurden die Bilder „Second Hand“ und „Die Braut“ von Claudia Hauptmann aus Berlin und „Rückenakt“ von Gudrun Brüne, die in Strodehne im Havelland lebt, wohin sie 1999 mit dem Leipziger Maler Bernhard Heisig (1925-2011) gezogen war. 1991 hatte sie ihn geheiratet.

Die Leipziger Galeristin Sabine Elsner (Artae), die die Ausstellung kuratiert hat, war fassungslos, als sie von dem Kunstraub erfuhr. Sie könne nur spekulieren, ob hier jemand auf vermeintlich provokative Kunst reagiere. „Oder war jemand so gierig, dass er genau diese Bilder wollte und diese vor allem nicht bezahlen wollte? Oder ist es eine Person, die weiß, dass die Künstler sie nicht an ihn oder sie verkaufen würden? Es ist mir ein Rätsel und eine Tragödie für die Künstler und die Kunstwelt.“ Zudem ist ein Schaden von rund 18 000 Euro entstanden. So viel sind die Kunstwerke insgesamt wert.

Ausgerechnet die erotischsten Bilder geklaut

Festzustehen scheint: Mit einem ganz normalen Diebstahl hat man es in Dessau nicht zu tun. Es habe keine Einbruchsspuren gegeben, sagte Gerhard Lambrecht, Vorsitzender des Anhaltischen Kunstvereins. „Die Täter mussten also einen Schlüssel gehabt haben.“ Die Polizei befrage nun alle acht Personen, die einen Schlüssel hatten. Die Schlösser, so Lambrecht, seien inzwischen ausgetauscht worden. Bemerkenswert sei zudem, dass ausgerechnet die erotischsten Bilder geklaut wurden. Lambrecht bittet nun wie Sabine Elsner um Hinweise zu den Bildern.

Hinweise an den Anhaltischen Kunstverein Dessau, Askanische Straße 22, Dessau-Roßlau, Tel 0340 6501443, Email: info@anhaltischer-kunstverein.de

Von Jürgen Kleindienst

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