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Leipzig greift mit Musik nach europäischem Siegel

Leipzig greift mit Musik nach europäischem Siegel

Die Stadt hat am Donnerstag ihre Bewerbung mit Leipzigs Musikerbe-Stätten (Leipzig's Musical Heritage Sites) für das Europäische Kulturerbe-Siegel eingereicht.

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Nun auch mit Musik: Ein europäisches Kulturerbe-Siegel hat Leipzig bereits seit März 2012 in der Kategorie "Eiserner Vorhang".

Quelle: André Kempner

Leipzig. Hintergrund: Die Kultusministerkonferenz sortierte Leipzigs Bewerbung mit der "Notenspur" als Dachmarke und den authentischen Wohnhäusern von Komponisten für eine Bewerbung Deutschlands als Unesco-Welterbe aus (die LVZ berichtete). Nun greift die Stadt - unterstützt durch Musikwissenschaftler der Universität Leipzig - nach dem Siegel. Das ist wohl besser aufs Notenspur-Projekt zugeschnitten. "Aus unserem einzigartigen Musikerbe erwuchs nichts weniger als das Modell für das europäische bürgerliche Musikleben", erklärt Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos) selbstbewusst. Und erinnert daran, dass die Initiative "Leipziger Notenspur" dies bereits seit Jahren im öffentlichen Bewusstsein verankert. Da mag es wohl aus seiner Sicht konsequent sein, dass die Stadt ihre Geschäftsstelle nicht mehr fördert.

 Die Bewerbung schließt einen Verbund an Musikstätten ein, zu dem Thomaskirche, Nikolaikirche, Alte Nikolaischule, Bach-Archiv, Hochschule für Musik- und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy", Mendelssohn-Haus, Schumann-Haus, Verlagshaus C. F. Peters mit Grieg-Begegnungsstätte sowie Gewandhaus gehören. Aber auch Komponisten und Musiker mit internationaler Ausstrahlung: Bach, Mendelssohn Bartholdy, Schumann, Grieg, Janácek, Wagner, Mahler ... Das Besondere: Ihre Musik wird in Leipzig "gelebt". "Städte brauchen eine geistige und humanistische Infrastruktur", betont Jürgen Ernst, Geschäftsführer des Mendelssohn-Hauses. Für Gregor Nowak, Chef des Schumann-Hauses, ist vor allem der Bildungsansatz wichtig: "Natürlich ruhen wir uns nicht auf Traditionen aus, sondern wollen diese der jungen Generation auf lebendige Weise vermitteln." Dafür ist das Schumann-Haus eine gutes Beispiel, allein durch das Miteinander mit der Freien Grundschule "Clara Schumann".

 Ein ähnliches Siegel hat Leipzig übrigens schon: in der Kategorie "Eiserner Vorhang". Die Nikolaikirche sowie die  Gedenkstätte "Runde Ecke" erhielten es im März 2012. Die Plakette an der Nikolaikirche wurde übrigens am Seiteneingang an der Nordseite angebracht, weil der Haupteingang 1989 wegen Bauarbeiten gesperrt war und an den Fenstern die Solidarität mit den Verhafteten bekundet wurde.

 Das Kultursiegel gibt es seit 2011, um europäische Identität zu stärken und das Zugehörigkeitsgefühl der Bürger zur Union zu stärken. Das nächste wird 2016 vergeben. Faber: "Wir rechnen uns gute Chancen aus, auch weil uns der Freistaat Sachsen dazu ermutigt hat."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.05.2015

Mathias Orbeck

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