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Leipzig verkauft Areal mit früherem Tübke-Atelier - Gebäude am Schillerweg steht vor dem Abriss

Leipzig verkauft Areal mit früherem Tübke-Atelier - Gebäude am Schillerweg steht vor dem Abriss

Für 750.000 Euro will die Stadt ein Grundstück am Schillerweg 12 veräußern. Auf dem 1804 Quadratmeter großen Areal steht ein altes, mittlerweile abrissreifes Gebäude, das der Leipziger Maler Werner Tübke (1929 bis 2004) sich einst als Atelier hatte erbauen lassen.

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Werner Tübke auf einem Foto aus dem Jahr 2001.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Der Grundstücksverkehrsausschuss des Stadtrates beauftragte am Montag die Verwaltung, nun Verhandlungen mit einem Kaufinteressenten aus Leipzig aufzunehmen. Dessen Angebot lag 190.000 Euro über dem Verkehrswert des Grundstücks. Der Investor beabsichtigt, darauf ein Eigenheim mit zwei Wohnungen für 800.000 Euro zu errichten.

Bei der Witwe des Malers löste die Nachricht einen Anrufer-Boom aus. „Die Leute fragen mich, was ich mit dem Geld machen will", sagte Brigitte Tübke-Schellenberger. Sie profitiere aber nicht von dem Verkauf.

Tübkes früheres Atelier wurde zuletzt als Autogarage genutzt. „Es ist ein wunderschönes Grundstück. Die Kunsthochschule hatte dort ein Atelier, mein Mann arbeitete dort etwa drei, vier Jahre lang." Er habe in den Räumen die 1:10-Vorlage für sein Monumentalgemälde für das Panorama Museum in Bad Frankenhausen geschaffen. An dem 14 mal 123 Meter großen Ölgemälde über die frühbürgerliche Revolution von 1525 hatte Tübke elf Jahre lang gearbeitet.

Das private Atelier des Malers gibt es noch. Es befindet sich im ehemaligen Wohnhaus der Tübkes und wird nun von der Tübke-Stiftung als Museum betrieben. Die Besucher können dort noch Staffeleien und Pinsel des fleißigen Künstlers sehen, aber auch einige seiner Zeichnungen und Gemälde.

K.S./dpa

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