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Leipziger Band Linie 7ieben will in der Moritzbastei „Lauter“ spielen

Album und Konzert Leipziger Band Linie 7ieben will in der Moritzbastei „Lauter“ spielen

Klarer Rock mit Texten übers Hier und Jetzt: Die Band Linie 7ieben, deren Mitglieder um die Strecke der Leipziger Straßenbahn mit selbiger Nummer herum wohnen, veröffentlicht am Freitag ihr zweiten Album „Lauter“ – und feiert das mit einem Konzert in der Moritzbastei.

Sie leben entlang der Leipziger Straßenbahn-Linie 7: Tino Hohndorf, Robert Seltmann, Stefanie Thümmel, Maciek Sumalvico und Roman Raschke (von links).

Quelle: Bernd Cramer

Leipzig. Die Linie 7 ist die Straßenbahn, die mitten durch den Leipziger Westen, bis hinters „Dreggche Ende“ von Leutzsch und dann weiter nach Böhlitz-Ehrenberg ihre Furche zieht. Darinnen Menschen aller Farben und musikalischer Geschmäcker.

Um diese Gleise herum leben vier Musikanten und eine Sängerin und nennen sich fast genauso. Linie 7ieben eben. Klarer Rock mit Texten übers Hier und Jetzt. Und diese Fünfe bringen am Freitag ihr zweites Album heraus, das nun „Lauter“ sein soll, nachdem der Erstling ja „Land voraus!“ rief. Um das zu feiern, soll es am Abend in der Moritzbastei zur Sache gehen, wobei Roman Raschke, seines Zeichens der Altvordere, verspricht, dass wirklich alle Lieder des Albums zu Gehör gebracht werden. „Ein paar Besonderheiten haben wir uns für den Release-Gig auch einfallen lassen – aber verraten wird da nichts.“ Nicht verheimlicht wird hingegen, dass Nader Rahy, Nena-Gitarrist und Bandchef von Les Blaque Pearlz, im Vorprogramm spielt.

Mittlerweile werden alle Linie-7ieben-Songs bei Kick The Flame verlegt, und die KTF-Jungs unterstützen auch den Vertrieb, hauptsächlich im Netz und über innovative Wege. Dazu gehört auch die Ochsentour durch Sendeanstalten, von „GuteLauneTV“ über „rockradio.de“ bis „Novum.fm“, schließlich muss, so meint Raschke, „unser Album nicht in jedem Elektronikmarkt stehen. Wer seine CD haben möchte, bekommt die direkt von uns. Am Besten nach dem Konzert.“

Raschke weiß, wovon er redet, wenn er aufs Musikgeschäft zu sprechen kommt, schließlich tingelt er schon seit Jahrzehnten als Solist über die Bühnen. Seine Wurzeln hat er im Karussell-Stall und mit seinem Freund Marko Kronberg organisiert er zusammen mittlerweile im achten Jahr „Leutzsch rockt!“ am Wasserschloss. Sängerin Stefanie beschäftigt sich ebenfalls hauptberuflich damit, dass die Stimme stimmt – als Logopädin – und intonierte schon mit den Puppets on Strings, einer wöchentlich auftretenden Sessionband und Malinka. Bassmann Maciek hat in Polen in diversen Kapellen an den dicken Saiten gezupft, und Drummer Tino trägt noch bei einer Coverband seine Felle zu Markte. Wobei er daneben Zeit findet, mit dem Gitarristen Robert als Toningenieure für Funk und Fernsehen Lorbeeren einzusammeln.

Von den Unebenheiten des Lebens

Nun aber „Lauter“, wobei Stefanie, befragt zum Schaffensprozess und der Wichtigkeit eines solchen Tonträgers, erzählt: „Man hat dauernd Ideen im Kopf, man lässt diese fließen, man entwickelt sich weiter und weiter, bis man an den Punkt kommt, an dem etwas in sich abgeschlossen werden kann, damit wieder Kraft und Energie in neue Kreativität rutscht.“ Und so ist das Album eben auch Ergebnis eines Prozesses. „So praktisch und modern digitale Releases sind – eine CD in den Händen zu halten, mit allen Sinnen zu erfassen, das hat für mich persönlich einfach einen extrem hohen Wert.“ Und schmunzelnd fügt sie hinzu: „So, wie ich mir auch immer Bücher kaufen werde.“

Im Vorfeld der großen Release-Show läuft schon das Video zur Auskoppelung „Egowahn“ auf allen Filmvorführschienen und zeigt, wie Linie 7ieben im Jahr 2016 zur Reise lädt. Das Soundkostüm rockt, als ob es kein Morgen gäbe, die Melodien klingen fett und international, und Stefanie singt mit ihrer im Gothic-Sumpf erlernten und auf tausend Bühnen zerkratzten Stimme von den Unebenheiten des komplizierten Lebens mittendrin in Deutschland.

Live geht es dann – nachdem die Moritzbastei in Schweiß und Rock and Roll getaucht wurde – mit Linie 7ieben ins Umland, wobei Nader Rahy auch noch die Show im Döbelner KL17 am 30. April mitbestreitet. Die Tour reicht bis tief ins Jahr 2017. Darauf freut sich Raschke: „Teil einer Band zu sein und einfach mit mehr Schmackes rüberzukommen, das wollte ich schon immer!“ Jetzt darf er das auch, und immer wieder lauter.

Linie 7ieben, davor Nader Rahy, Freitag, 20 Uhr, Moritzbastei (Universitätsstraße 9), Eintritt 15/12 Euro

Von Volly Tanner

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