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Leipziger Musik Hochschule HMT präsentier Auszüge aus einer vergessenen Oper

Leipziger Musik Hochschule HMT präsentier Auszüge aus einer vergessenen Oper

Mit einem Nachtrag zum Völkerschlacht-Gedenken aus weiblicher Sicht warten Leipzigs Louise-Otto-Peters-Gesellschaft (LOP) und die Hochschule für Theater und Musik am 25. Oktober, 19.30 Uhr, im Kammermusiksaal Grassistraße 8, auf.

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Louise Otto-Peters in einer zeitgenössischen Darstellung.

Quelle: Archiv

Leipzig. Es geht um die Wiederentdeckung der vergessenen Oper "Leyer und Schwert" über Theodor Körner (1791-1813). Sie stammt vom Komponisten Wendlin Weißheimer (1838-1910) und von Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters (1819-1895)". Daraus gibt es nun Ausschnitte.

1863 hatte Otto-Peters auf Anregung des jungen Komponisten Weißheimer zum 50. Jahrestag der Völkerschlacht bei Leipzig das Libretto einer Oper über Körner, den Dichter der Befreiungskriege, geschrieben. Noch im selben Jahr setzte sich Weißheimer, ein Freund Wagners, an die Komposition. Das Vorspiel der Oper mit dem Titel "Des Königs Aufruf" wurde 1863 im Leipziger Stadttheater uraufgeführt. Das damalige Notenmaterial sei nicht mehr auffindbar gewesen, so LOP-Vize-Vorsitzende Heide Steer. Deshalb werde diese Einleitung ins Zeitgeschehen um 1813 von Schauspiel-Studenten der Hochschule als Sprechszene nach dem Libretto erlebbar gemacht. Beim folgenden Chor der Lützower zitiere Weißheimer eine Komposition von Carl Maria von Weber und den Text von Körner fast originalgetreu. Jenen sängerischen Part übernehme nun der Männerchor Leipzig-Nord.

"Louise Otto-Peters verehrte Körner als Helden", so Steer. "Aber sie wirft in ihrem Opernlibretto auch einen weiblich-emanzipatorischen Blick aufs Geschehen, lässt Körners Verlobte Antonie und Elise, die Frau Lützows, mit ihren Gefühlen, ihrem Handeln zu Wort kommen." Nach der Uraufführung der Oper 1872 in München war Otto-Peters begeistert: Besonders gut sei es gelungen, "in drei deutschen Frauengestalten, welche der Geschichte der Erhebung Deutschlands vor fünfzig Jahren angehören, unsere Idee: dass es die Aufgabe der Frauen sei, mitzuwirken so gut im öffentlichen Leben wie in der Kunst und im Hause, dass es im Vaterlande, in der Menschheit besser werde, auf die Bühne zu bringen -" Sie äußerte Gewissheit, dass die Arien Tonis und Elises, "- sobald sie im Clavierauszug zu haben sind, von Künstlerinnen und Dilettantinnen in Haus und Familie gesungen werden".

Dies soll sich nun nach 141 Jahren erfüllen - dank Musikwissenschaftlerin Nicole Waitz, die Szenen aus der Handschrift des Klavierauszuges der Oper transkribierte. Und dank der Interpretation von Birgit Wesolek und Viktoria Flock.

iEintritt 8Euro/5 Euro; HMT-Mitglieder frei

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.10.2013

Angelika Raulien

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