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MDR-Sinfonieorchester spielt Matrix-Filmmusik live in der Arena Leipzig

MDR-Sinfonieorchester spielt Matrix-Filmmusik live in der Arena Leipzig

Das ist nichts für schwache Nerven. Die Musiker gehen an ihre Grenzen – und auch der Zuhörer durchlebt bei diesem Konzert so manchen Schwindelanfall. Das MDR-Sinfonieorchester wagt sich am Samstagabend an die Umsetzung eines besonderen Projektes.

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So soll "Matrix live – Film in Concert" am Sonnabend in der Arena Leipzig aussehen.

Leipzig. Während der Hollywood-Film „Matrix“ in der Arena Leipzig auf einer 24 mal 12 Meter großen Leinwand gezeigt wird, spielt der Klangkörper die dazu komponierten Musikstücke. Dafür wurde der bekannte Filmdirigent Frank Strobel engagiert. Er muss mit dem Orchester die Aufgabe meistern, die Synchronität auf die Zehntelsekunde genau abzustimmen.

„Ich habe zweieinhalbtausend Synchronpunkte in der Partitur, die ich einhalten muss“, beschreibt Strobel die Schwierigkeit. Wird der Einsatz verpasst und der Film läuft weiter, dann ist der Effekt der Livemusik verpufft. „Das Orchester muss funktionieren wie ein Uhrwerk. Die Musiker müssen praktisch an meinem Taktstock kleben“, sagt der ehemalige Dirigent des Babelsberger Filmorchesters. In den Klangkörper des MDR hat Strobel aber größtes Vertrauen, wie er am Rande der Proben verrät. Trotz der hohen Anforderungen an Präzision und Konzentration ist der schmächtige Bayer vom perfekten Zusammenspiel des Orchesters überzeugt.

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Leipzig. Das ist nichts für schwache Nerven, die Musiker gehen an ihre Grenzen. Das MDR-Sinfonieorchester wagt sich am Samstagabend an die Umsetzung eines besonderen Projektes. Während der Hollywood-Film „Matrix“ in der Arena Leipzig auf einer 24 mal 12 Meter großen Leinwand gezeigt wird, spielt der Klangkörper die dazu komponierten Musikstücke.

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Er ist im Jahr 2006 auf die Musik des „Matrix“-Films aufmerksam geworden und hat sie für die Aufführung entsprechend bearbeitet. Die Komposition von Don Davis ist eine Mischung aus Avantgarde, Minimal-Musik und klassischen Elementen der Filmmusik. Prägend sind an mancher Stelle rasche Tempowechsel. Der Einsatz des gesamten Orchesters mit lauten Bläsern und Pauken geht zuweilen während eines Wimpernschlags in schrille Violinen- und Celloklänge über. Eine Verfolgungsjagd in Sechzehntelnoten oder virtuose Blechbläserpassagen zur Verdeutlichung der Stimmung sind Mittel, spektakuläre Szenen des Films zu untermalen. Die beklemmende Wirkung der „Matrix“, der virtuellen Welt, wird zugleich durch musikalischen Minimalismus und repetitive Strukturen betont. Einen schematischen Aufbau lässt der vielschichtige Film nicht zu. Fast keine Szene des zweieinhalbstündigen Hollywood-Werkes kommt ohne Untermalung aus.

Der erste Teil der „Matrix“-Trilogie kam 1999 in die Kinos. Keanu Reeves spielt in der Hauptrolle den Computerhacker und Auserwählten Neo, der die Menschen vom Joch der Maschinen befreit. Er trifft dabei auf eine Armee von computergesteuerten Agenten. Der Film ist geprägt von einer Endzeitstimmung, spielt in kargen Räumen, die die Welt der „Matrix“ visualisieren. In vielen Phasen wirkt das Werk der Brüder Andy und Larry Wachowski philosophisch und regt zum Nachdenken über die Zukunft an. Im Film gerät die künstliche Intelligenz außer Kontrolle und übernimmt das Leben der Menschen. Die Aktualität und das dramatische Zukunftsszenario ließen den Film zu einem Klassiker werden. Dies unterstreicht auch der Leiter des Sinfonieorchesters, Carsten Dufner: „Wir wollen Filmmusik nicht aufführen, weil sie herrlich klingt, sondern weil das Thema Relevanz hat.“

Im Unterschied zur normalen Kinofassung gewinnt die Musik bei „Matrix live“ an Gewicht. „Wir haben uns dem Film mit größtem Respekt genähert, wir wollten ihn nicht verändern, sondern neu erlebbar machen“, erklärt Dirigent Strobel. Für ihn darf die Musik nicht nur Beiwerk sein. „Dann kommt die visuelle mit der emotionalen Kraft der Musik zusammen. So entsteht ein einzigartiges Erlebnis.“   

„Matrix live – Film in Concert“, Arena Leipzig, Sonnabend, 08.10.2011, 20 Uhr; Restkarten an der Abendkasse

Constantin Eckner

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