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Menschen in Zwischenwelten: Clemens Meyers „Die Nacht, die Lichter“ im Centraltheater

Menschen in Zwischenwelten: Clemens Meyers „Die Nacht, die Lichter“ im Centraltheater

Von den Straßen Anger-Crottendorfs in die Hochkultur: Das Leipziger Centraltheater bringt Clemens Meyers Erzählband „Die Nacht, die Lichter“ auf die Bühne.

Leipzig. Die Inszenierung von Sascha Hawemann feiert am 25. März um 19.30 Uhr im Haus an der Bosestraße 1 ihre Uraufführung. Wenige Straßen entfernt, im östlichen Randgebiet der Stadt, ist das zweite Buch des gefeierten Leipziger Schriftstellers einstmals entstanden.

Mit „Die Nacht, die Lichter“ gelang Clemens Meyer, Absolvent des Leipziger Literaturinstituts, ein würdiger Nachfolger für sein weithin gefeiertes Roman-Debüt „Als wir träumten“. Die insgesamt 16 Kurzgeschichten im 2008 veröffentlichten Erzählband beschreiben ohne viel Pathos eine hoffnungsvolle Suche nach persönlichem Glück – in der Tristesse am Rand der bürgerlichen Gesellschaft. Regisseur Sascha Hawemann hat sechs der Geschichten ausgewählt und stellt in deren Adaptionen die Sehnsucht der Protagonisten in den Vordergrund.

„Es sind Menschen in Hotels, auf der Reise oder in der Einsamkeit daheim. Menschen in Zwischenwelten, die scheinbar verloren durchs Leben straucheln, auf der ewigen Suche nach dem kleinen Glück, nach Liebe, nach Hoffnung“, beschreibt die Vorankündigung des Theaters die Protagonisten in den Episoden. Wie es in einem Probenbericht des Magazins Spiegels heißt, stellen die Schauspieler im Stück bewußt mehrere Rollen dar, wechseln unabdinglich die Perspektiven, von der Sonnenseite zur Verzweiflung – und wieder zurück.

Clemens Meyer wuchs im Leipziger Osten auf. Vor seinen Erfolgen als Schrifsteller arbeitete

er u.a. als Bauarbeiter und Wachmann. Neben mehreren anderen Auszeichnungen wurde Meyer 2008 auch mit dem Preis der Leipziger Buchmesse geehrt. Regisseur Sascha Hawemann lebte als Kind auch in Jugoslawien, begann in Belgrad ein Studium der Schauspielregie und musste in den Bürgerkriegswirren der 1990er Jahre nach Deutschland fliehen. Seit etwa zehn Jahren arbeitet er als freier Regisseur, u.a. auch am Maxim Gorki Theater Berlin und am Theater Bielefeld.

Neben der Uraufführung von „Die Nacht, die Lichter“ am 25. März um 19.30 Uhr plant das Centraltheater noch weitere Vorstellungen am 27. März, 1., 17. und 29. April.

Internet: www.centraltheater-leipzig.de

In unserem Buchmesse-Special verlosen wir zwei signierte Ausgaben von Clemens Meyers neuem Buch "Gewalten".

Matthias Puppe

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