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Mord und Betrug in Leipzig: Kriminalitäts-Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum

Mord und Betrug in Leipzig: Kriminalitäts-Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum

Leipzig. Mord und Totschlag, Betrug im großen Stil, Raub im Museum - die neue Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig erzählt spannende Kriminalfälle aus drei Jahrhunderten, die sich in der Stadt ereignet haben.

Wer ist der Mörder der jungen Frau, die 1976 im Leipziger Stadtteil Lößnig eingemauert in einem Keller gefunden wurde? Warum konnten Anfang des 20. Jahrhunderts die berüchtigten Hammermörder der Polizei immer wieder entwischen und die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzen? „Wir zeigen nicht Kriminalität im Allgemeinen, sondern Straftaten, die sich hier in Leipzig ereignet haben“, sagte Museumsdirektor Volker Rodekamp am Montag. Unter dem Titel „Gangster, Gauner und Ganoven“ berichtet die Ausstellung über 24 Fälle aus drei Jahrhunderten, die sich um Mord und Totschlag sowie Betrug und Diebstahl drehen.

„Wir zeigen nicht nur den eigentlichen Fall, sondern auch, wie die Gesellschaft in der jeweiligen Zeit mit Verbrechern umging“, sagte Rodekamp. Neben den Kriminalfällen wird deshalb auch die Entwicklung des Strafrechts und der kriminaltechnischen Möglichkeiten in den Blick genommen. Eine Studioausstellung zeigt Tatortfotos. Zahlreiche Exponate sind zu sehen - vom Henkersschwert bis zur Guillotine.

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Leipzig. Das Stadtgeschichtliche Museum lädt am Dienstag um 17 Uhr zum Rundgang in die Sonderausstellung „Gangster, Gauner und Ganoven“ ein. Die Führung widmet sich dabei insbesondere den Ereignissen rund um „Die Hammermörder“. Zurückzuführen ist die Bezeichnung auf die Tatwaffe des Mörders und Erpressers Karl Kropius.

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Auch die jüngere Geschichte wird nicht ausgespart: Von 1960 an war Leipzig zentrale Hinrichtungsstätte in der DDR, bis 1987 die Todesstrafe abgeschafft wurde. Die Ausstellung zeigt eine Pistole vom Typ Walther P38, die für Hinrichtungen eingesetzt wurde. Die Schau öffnet an diesem Dienstag und ist bis zum 27. Januar 2013 zu sehen.

Die Ausstellung ist laut Museum für Kinder unter zehn Jahren nicht geeignet, die Studioausstellung wird erst für Jugendliche ab 16 Jahren empfohlen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene drei, ermäßigt zwei Euro. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre müssen nichts bezahlen.

dpa

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