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Museum der bildenden Künste zeigt Paul Klees „unverkäufliche Sonderklasse“ in Leipzig

Museum der bildenden Künste zeigt Paul Klees „unverkäufliche Sonderklasse“ in Leipzig

Eine Retrospektive in Leipzig versammelt die Werke Paul Klees, die der Künstler selbst als seine besten und wichtigsten ansah. Unter dem Titel „Paul Klee - Sonderklasse, unverkäuflich“ zeigt das  Museum der bildenden Künste ab Samstag Bilder, die der Künstler (1879-1940) dem Kunstmarkt habe entziehen wollen, sagte Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt am Freitag.

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Museologin Katharina Nittel betrachtet ein Bild der Ausstellung Paul Klee - "Sonderklasse, unverkäuflich" im Museum der Bildenden Künste (MdbK) in Leipzig.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. „Klee hat die Kontrolle über sein Werk nicht abgegeben“, sagte Experte Wolfgang Kersten von der Universität Zürich. Der Maler habe seine Werke mit dem Blick des Künstlers geordnet. Unter der Kategorie „Sonderklasse“ habe er Bilder zusammengefasst, die er für profil- und museumsbildend hielt, sagte Kersten. Zu sehen sind in der Ausstellung neben 136 Bildern auch die Listen, auf denen Klee akribisch und zum Teil handschriftlich seine Werke kategorisiert hat.

Zwischen 1925 und 1927 habe Klee zunächst eine verkäufliche Sonderklasse eingeführt, sagte Kersten. Erst 1928 sei die unverkäufliche Sonderklasse gefolgt. Fünf Jahre später habe der Künstler eine Reihe dieser Werke wieder zum Verkauf angeboten - allerdings zu einem höheren Preis und weitgehend erfolglos. „Er hat bis zu seinem Tod nur zehn Bilder dieser Klasse verkaufen können“, sagte Kersten. Nach Angaben von  Museumsdirektor Schmidt ist die Ausstellung die erste umfangreiche Klee-Schau, die in Leipzig entstanden ist.

Die Stadt habe ihr 1000-jähriges Bestehen bewusst zum Anlass genommen, sich diese Fehlstelle vorzunehmen. Zu Lebzeiten des Künstlers habe Leipzig Klee verpennt, sagte Schmidt. Die Ausstellung basiert auf einem zweijährigen Forschungsprojekt von Klee-Experte Kersten und japanischen Kollegen. „Japaner können zehnmal besser sehen als Europäer“, sagte Kersten. „Sie nehmen sich mehr Zeit. Schauen Stunden, ja Tage auf ein Bild.“

Das sei notwendig, um über Paul Klee überhaupt noch etwas Neues herausfinden zu können. Am Ende seien es aber nicht das Museum und auch nicht die Wissenschaftler gewesen, die die Werke zusammengestellt hätten, sondern Klee selbst, sagte Kersten. So sieht es auch Kuratorin Susanne Petri: „Der Künstler hat hier das letzte Wort.“

lvz

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