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Museumsnacht in Leipzig und Halle mit Samba und Straßenbahnen

Ein Abend für Nachtschwärmer Museumsnacht in Leipzig und Halle mit Samba und Straßenbahnen

80 Museen und Sammlungen wollen ihre Gäste verzaubern: Halle und Leipzig laden für den 23. April zum alljährlichen nächtlichen Streifzug durch ihre vielfältige Museumslandschaft ein. Versprochen wird ein Abend voller Zauber und Magie mit Phänomenen rund um Natur, Technik und Kunst.

Das Grassimuseum am Johannisplatz ist bei der Museumsnacht voller Zauber am 23. April wieder dabei.
 

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig.  Wenn die Bachkennerin von Händel schwärmt, der Händel-Experte Bach lobpreist, dann liegt ein besonderer Zauber in der Luft. Der wird sich am 23. April entfalten, wenn Leipzig und Halle erneut zur gemeinsamen Museumsnacht einladen: 80 Museen und Sammlungen haben einiges vorbereitet, um einen Abend voll Zauber und Magie mit Phänomenen rund um Natur, Technik und Kunst zu bieten. „Es ist erstaunlich, dass das Motto Zauber bislang noch niemand für die Museumsnacht entdeckt hat“, findet Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber, der am Donnerstag gemeinsam mit seiner Kollegin Judith Marquardt aus Halle das Programm vorstellte. Und zwar im Händelhaus, wo eben jener Zauber der Musik regelrecht zu atmen ist.

„Bach hat wunderbare Musik komponiert. Aber leider keine Opern geschrieben, deshalb fasziniert mich auch Händel“, sagt Kerstin Wiese, die Leiterin des Leipziger Bach-Museums. Clemens Birnbaum, Direktor der Stiftung Händel-Haus: „Händel hat wunderbar an der Orgel improvisiert, aber in Gegensatz zu Bach keine Orgelwerke hinterlassen.“ Es gebe viele Anknüpfungspunkte zwischen den Beiden großartigen Komponisten, die in einer Zeit lebten, sich aber nie begegnet sind. Beide Musikmuseen haben sich für die „Nachtschwärmer“ vieles einfallen lassen. So wird im Bach-Museum die selten gespielte Markus-Passion aufgeführt, von der keine Noten überliefert sind. Der Gewandhauschor wird daher pantomimisch aktiv, zudem gibt es den Text in Gebärdensprache. „Furien eilt herbei“, heißt es im Händelhaus, wobei dort auch viel Musik erklingt.

„Mit der Museumsnacht erreichen wir viele Menschen, die keine klassischen Museumsbesucher sind“, so Wiese. Dieser Eventcharakter, bei der Leute durch die Ausstellungen bummeln, ziehe sich durch die ganze Nacht. Dabei gehöre Vielfalt zum Konzept: „Die Museumsnacht hat sich seit 2009 zum gemeinsam ausgetragenen kulturellen Großereignis in Halle und Leipzig entwickelt“, so Faber. Jährlich werden im Durchschnitt etwa 16000 Eintrittskarten verkauft. Ein Drittel der Besucher, so haben Prognosen ergeben, kommt jeweils aus der Nachbarstadt.

Die magische Nacht wird 2016 erstmals schon um 17.30 Uhr auf dem Leipziger Markt eröffnet. Musiker von Samba Leipzig erfreuen die Besucher mit internationalen Klängen. Neu dabei sind in diesem Jahr in Leipzig die Kunsthalle G2, die Mattheuer Stiftung und das Straßenbahnmuseum Leipzig-Möckern. In Halle beteiligt sich erstmals das Ammendorfer Feuerwehr-Museum. In Halle können sich Fahrradfreunde auf eine spezielle Tour de Musée freuen, bei der diverse Aufgaben zu lösen sind. Dabei kommt es nicht auf Schnelligkeit, sonders auf das richtige Lösungswort an. Die Deutsche Zentralbücherei als Blinde öffnet sogar als „Postamt“ für zauberhafte Grüße von der Museumsnacht.

Wer zur Geisterstunde noch nicht nach Hause will, kann die Nacht in der Tanzbar Palette in Halle und in der Moritzbastei in Leipzig durchtanzen. Mit dem Ticket der Museumsnacht ist dort der Eintritt frei.

 Das Ticket kostet zehn Euro, acht Euro ermäßigt sowie fünf Euro für Inhaber des Leipzig-Passes, des Halle-Passes und des Familien-Passes Sachsen-Anhalt. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahren haben freien Eintritt in die Museen. Wie immer gibt es speziell abgestimmte Sonderlinien, die Besucher bequem zu den Sammlungen bringt. Von 16 bis 3 Uhr ist das Ticket Fahrkarte in den Zonen 110 (Leipzig), 162, 163, 225 und 210 (Halle) für alle Verkehrsmittel des MDV.

Von Mathias Orbeck

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