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Nach Rückforderung: Dresdner Albertinum lässt Baselitz-Werke abhängen

Kulturgutschutzgesetz Nach Rückforderung: Dresdner Albertinum lässt Baselitz-Werke abhängen

Nach der Ankündigung von Georg Baselitz, seine Leihgaben von deutschen Museen zurückzufordern, planen die Dresdner Kunstsammlungen bereits die Rückgabe von insgesamt zehn Werken des gebürtigen Kamenzers. Das erklärte Generaldirektor Hartwig Fischer am Montag.

Maler Georg Baselitz (Archivfoto)

Quelle: dpa

Dresden. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) werden die zehn Dauerleihgaben von Georg Baselitz in den nächsten Tagen an den Maler und Bildhauer zurückschicken. „Es ist ein schwerer Verlust der Gegenwartskunst im Albertinum und von Werken von Baselitz, den wir auch erstmal nicht ausgleichen können“, sagte Generaldirektor Hartwig Fischer am Montag. Die Abhängung wird bereits geplant.

Der Künstler hatte Fischer vergangenen Freitag informiert, dass er die neun Gemälde und eine Skulptur zurückhaben möchte. „Diesem Wunsch werden wir so schnell wie möglich entsprechen.“ Mit dem Verschwinden der Werke ist der Baselitz-Saal im Albertinum Geschichte. „Der Raum wird so nicht mehr weiter existieren“, sagte Fischer. „Man sollte diese Woche ins Albertinum gehen, wenn man die Werke nochmal sehen will.“

Baselitz, gebürtiger Kamenzer, will vor dem Hintergrund des geplanten Kulturgutschutzgesetzes seine Leihgaben aus deutschen Museen abziehen. Der 77-jährige Künstler bestätigte dies der Tageszeitung „Die Welt“ (Montag). Neben den Dresdner Kunstsammlungen werden auch die Münchner Pinakothek der Moderne und die Kunstsammlungen Chemnitz wichtige Werkgruppen verlieren.

Im geplanten Kulturgutschutzgesetz von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sollen die Ausfuhrbeschränkungen für Kunstwerke neu geregelt werden. Von Kunsthandel und Sammlern gibt es vehementen Protest dagegen. Der Berliner Kunstexperte Peter Raue schrieb am Montag im Berliner „Tagesspiegel“, das Gesetz sei „der beispiellose Versuch, dem Staat den Zugriff auf alle jene Arbeiten mit leichter Hand und wenig Geld zu ermöglichen, die er - aus welchen Gründen auch immer - dem öffentlichen Besitz einverleiben will“.

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