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Nach Teer-Attacke in Leipzig: Gerda-Taro-Fotos ab Montag wieder zu sehen

Crowdfunding erfolgreich Nach Teer-Attacke in Leipzig: Gerda-Taro-Fotos ab Montag wieder zu sehen

Unermüdliche Fürsprecher und ein erfolgreiches Crowdfunding machen es möglich: Ab Montag sind die bei einer Teerattacke in Leipzig zerstörten Info-Tafeln zur jüdischen Fotografin Gerda Taro rekonstruiert wieder zu sehen.

Teerattacke in Leipzig auf Infotafeln zu Leben und Werk der jüdischen Fotografin Gerda Taro. Jetzt wird die Ausstellung rekonstruiert wiedereröffnet.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Nach der zerstörerischen Teer-Attacke auf Bilder zu Leben und Werk der jüdischen Fotografin Gerda Taro, kehrt die Ausstellung nun doch in den öffentlichen Raum zurück. Die 21 Tafeln werden ab kommenden Montagabend der Öffentlichkeit feierlich erneut übergeben. Die historischen Fotografien sind dann wieder in der Straße des 18. Oktober zu sehen. Wie die Initiatoren des Fotofestivals f/Stop am Donnerstag mitteilen, war eine Crowdfunding-Aktion erfolgreich.

Die Installation war ursprünglich Teil des Fotofestivals in Leipzig. Nach der Attacke riefen die Organisatoren das Crowdfunding ins Leben. 78 Unterstützer spendeten mehr als 4800 Euro und übertrafen damit die Erwartungen von f/stop-Kurator Jan Wenzel und seinem Team. Die Wiederherstellung der Tafeln, die über die Geschichte der 1933 vor den Nationalsozialisten geflüchteten und später mit Robert Capa liierten Künstlerin informieren, sei nur als gemeinsames, öffentliches Projekt möglich, so Wenzel im August gegenüber LVZ.de.

Taro und Capa dokumentierten in den 1930er-Jahren die Gräuel des Spanischen Bürgerkriegs. 1937 kam Gerda Taro ums Leben. Sie wollte während eines Angriffs der deutschen Legion Condor mit einem Lkw flüchten, rutschte vom Trittbrett ab und wurde von einem Panzer überrollt.

Die Attacke auf die historischen Fotografien sei Anlass, über die Verfasstheit unserer städtischen Öffentlichkeit und über ihren Umgang mit Geschichte zu sprechen. Die Foto-Installation in der Straße des 18. Oktober könne einen Rahmen dafür liefern. „Geschichte lässt sich nicht schwärzen“, heißt es am Donnerstag in einer Erklärung des f/Stop-Teams.

Öffentliche Wiedereinweihung des Taro-Displays in der Straße des 18. Oktober am Montag, 19. September, 18 Uhr.

Von Evelyn ter Vehn

Leipzig, Straße des 18. Oktober 51.3221623 12.394733
Leipzig, Straße des 18. Oktober
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