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Nasse Bälle: 400 Menschen beim Beer-Pong-Turnier in der Moritzbastei

Nasse Bälle: 400 Menschen beim Beer-Pong-Turnier in der Moritzbastei

Es ist zwei Uhr in der Nacht, als von den ursprünglich 80 Mannschaften noch zwei übrig sind. Und würde Bastian Schweinsteiger nächstes Jahr im Champions-League-Finale mit Manchester United auf den FC Bayern treffen, wäre das eine vergleichbare Konstellation.

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Beer Pong: Vorrundenspiel "JuLiSchCa" gegen "Nerlichs Söhne".

Quelle: Wolfgang Zeyen

Das Duo "Gettin' Our Balls Wet" steht im Endspiel dem "Team Schnapfelmus" gegenüber. Ersteres war die Mannschaft von Beer-Pong-Spieler Felix Dreher, jetzt gehört er der zweitgenannten an.

Seit gerade einmal drei Jahren werden in Leipzig "Beer Pong"-Turniere ausgetragen. Einen Tischtennisball im Bierglas des Gegenübers versenken - was zunächst die Gäste von WG-Partys den Vorsatz, diesmal früher nach Hause zu gehen, vergessen ließ, hat in der Nacht von Freitag auf Samstag 400 Menschen in die Moritzbastei gelockt, 160 davon als Spieler. Viele mit umgedrehten Baseball-Käppis, manche mit fantasievollen Trikots, andere mit überdimensionierten Brillen oder unter Perücken. Deutlich mehr Männer als Frauen.

An zehn Tischen treten sie an: Teams mit hinreißenden Namen wie "Wish You Were Beer", "The Beauty And The Beer", "Der Klügere kippt nach" oder anzüglichen Bezeichnungen wie "MAßturBIERer" und "2Boys1Cup".

Vor 50 Jahren wurde das Partyspiel in den Vereinigten Staaten entwickelt. Der Leipziger Student Georg Matschke, 25, hat es dort beim Auslandsstudium kennengelernt, Beer-Pong-Wettbewerbe besitzen in US-Unis einen festen Platz im Campusleben. Mit seinen Studienfreunden Steffen Jecke, 26, und Christian Klapper, 25, veranstaltet er seit 2012 hierzulande Turniere. Die drei haben zudem die Firma "My Beer Pong" gegründet und vertreiben Tische, Gestelle, Becher für das Spiel. "Kein Goldesel", sagt Steffen, "aber es ist auch kein Kleinunternehmertum mehr". Im Vordergrund stehe gleichwohl nach wie vor, fügt Kompagnon Christian an, "diesen coolen Sport unter die Leute zu bringen".

Und im Spiel selbst? "Es geht vor allem darum, im entscheidenden Moment die Nerven zu behalten", sagt Max Danzos, 25 und eine Hälfte vom Team Madafakaaa, das im My-Beer-Pong-Ranking bis zum jüngsten Wettstreit an der Spitze stand. "Aber es ist auch viel Glück dabei", findet sein Partner Lars Zschieschang, 24. Elf Minuten dauert eine Partie, es gewinnt, wer mehr Bälle in den Bechern des Gegners versenkt - und diesen dadurch zwingt, das Bier darin zu trinken. Aus einer orangefarbenen Gießkanne verteilt jedes Duo vor einem Spiel 0,8 Liter auf die zehn Gefäße - meistens Bier, auch wenn die Wettbewerbsleitung keineswegs auf Alkohol besteht. Ein Trinkspiel, ja, aber kein Besäufnis.

Aus Dresden, Bitterfeld, sogar Frankfurt am Main reisen die Beer-Ponger nach Leipzig. Christian und Georg von der Turnierleitung nahmen ihrerseits vor zwei Wochen in München an der Beer-Pong-Europameisterschaft teil und schafften es immerhin ins Sechzehntelfinale. "Klar kitzelt es einen, auch in Leipzig mitzuspielen", sagt Georg. "Aber es ist besser, wenn wir den Kopf für organisatorische Fragen frei haben."

150 Spiele gehen über die Tische, bis sich zwei Uhr nachts "Gettin' Our Balls Wet" und das "Team Schnapfelmus" begegnen. Zwei Bälle, vier Spieler, elf Minuten, zwanzig Becher: Zehn zu acht lautet das knappe Ergebnis. "Gettin' Our Balls Wet" gewinnt, eine Truppe der ersten Leipziger Beer-Pong-Stunde - und wäre es Schweinsteiger im nächsten Champions-League-Finale, müsste er sich den Bayern geschlagen geben.

Nächstes Beer-Pong-Turnier: 21. Oktober, 19.15 Uhr, Moritzbastei (Universitätsstraße 9), Anmeldung: www.mybeerpong.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.07.2015
Mathias Wöbking

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