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Neo Rauch schenkt dem Leipziger Bildermuseum sein Gemälde „Unter Feuer“

Neo Rauch schenkt dem Leipziger Bildermuseum sein Gemälde „Unter Feuer“

Noch bis zum 15. August zeigt das Museum der bildenden Künste Leipzig in der Retrospektive „Neo Rauch. Begleiter“ 60 Werke des Leipziger Malerstars. Eine großformatige Arbeit wird dem Bildermuseum auch nach der Schau erhalten bleiben.

Leipzig. Am Donnerstag schenkte Eigen+Art-Galerist Gerd Harry Lybke dem Leipziger Ausstellungshaus das Rauch-Werk „Unter Feuer“. Neo Rauch selbst war nicht anwesend. Der medienscheue Künstler ließ sich entschuldigen.

„Heute ist ein großer Tag“, erklärte Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt bei der offiziellen Übergabe. Und das, obwohl für ihn so gut wie jeder Tag seit Ausstellungsbeginn ein großer Tag sei. In der vergangenen sechs Wochen haben nach Museumsangaben bereits über 40.000 Kunstfreunde den Leipziger Teil der Rauch-Retrospektive besucht. Der zeitgleich in München gezeigte Part habe im selben Zeitraum rund 70.000 Besucher angezogen.

„Es ist der Wunsch Neo Rauchs, dass nach der großen Retrospektive in Leipzig etwas an diesem Ort zurückbleibt“, erläutert Galerist Gerd Harry Lybke die Motivation der Schenkung. „Neo Rauch lebt und arbeitet in Leipzig. Er hat sich ganz bewusst entschieden, in seiner Heimat zu bleiben. Also sollte in dieser Stadt auch die größte Auswahl seiner Werke zu finden sein."

Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber sieht in der Schenkung eine „spektakuläre Erweiterung des Bestandes“ und betonte, die Stadt Leipzig „sei auf dieses Engagement angewiesen“. Auch die Auswahl des Werkes ergebe durchaus Sinn. Neo Rauchs Arbeiten werden in der Kunstwelt kontrovers diskutiert. Und auch Schmidt stünde „ständig unter Feuer“ erklärte Faber mit Seitenblick auf den Museumsdirektor.

„Unter Feuer“ (2010, Öl auf Leinwand, 250x300 cm) gehört zu den aktuellsten Arbeiten Neo Rauchs. Fragen nach dem Wert der Schenkung, wollte Schmidt bei der Übergabe nicht beantworten. Man brauche jedoch nur schauen, wie „unglaublich glücklich“ er sei, um eine ungefähre Vorstellung vom Preis zu erhalten, den das Bild auf dem freien Kunstmarkt einbringen würde.

Im Besitz des Leipziger Museums für bildende Künste sind bereits einige Neo-Rauch-Werke, unter anderem das ebenfalls in der Retrospektive gezeigte Bild „Fell“, mehrere Lithographien und eine großformatige Zeichnung.

Wo das Bild „Unter Feuer“ seinen ständigen Platz finden soll, ist noch nicht entschieden. Die Nationalgalerie Warschau plant für März 2011 eine große Neo-Rauch-Ausstellung und Schmidt geht davon aus, dass auch „Unter Feuer“ als Leihgabe angefragt wird. „Wir können uns also erst einmal gar nicht an das Bild gewöhnen“, so Schmidt und ergänzt: „aber es kommt ja zurück.“

Der nächste Höhepunkt der Leipziger Neo-Rauch-Ausstellung ist bereits in Planung. Am 15. Juni wird Rauch um 18 Uhr zum Künstlergespräch im Bildermuseum erwartet. Tickets sind ab sofort für 5 Euro (3,50 Euro ermäßigt) an der Museumskasse erhältlich. Reservierungen werden telefonisch unter 0341 21699-914 oder per E-Mail an mdbk@leipzig.de entgegengenommen.

Annett Riedel

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