Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Nicht ganz so großes Großes Concert

Nicht ganz so großes Großes Concert

da rasten, wie beim Wetter und der Küche, die Klischees sofort zuverlässig ein: ein wenig nebelverhangen klingt sie und üppig, gediegen und ein wenig rückwärtsgewandt, dabei erdig und, natürlich, beherrscht.

Voriger Artikel
7. Lange Nacht der Computerspiele – HTWK Leipzig lässt auf 1500 Quadratmetern zocken
Nächster Artikel
Bukowski auf gut Sächsisch - Clemens Meyers "Gewalten" im Centraltheater

Kompositions-Superstar Thomas Adés

Quelle: Brian Voce

Britische Musik. Wie Edward Elgars (1857-1934) monumentale zweite Sinfonie, die in den von David Zinman dirigierten Großen Concerten dieser Woche die zweite Halbzeit füllt. Auch in dieser guten Stunde lassen sich all die schönen Vorurteile bestätigen. Wie da aus dem gewaltigen Aufschwung des Beginns, den Zinman das Gewandhausorchester noch ein wenig konturlos in den Saal stemmen, herrlich weite Bögen sich entwickeln, mal von Ferne nach Brahms klingend, mal nach Rachmaninow, mal nach Franck, sehr selten fast nach Debussy. Satt fließt diese Musik dahin, dabei in der harmonischen Entwicklung seltsam auf der Stelle tretend. Grandioses Pathos durchmischt sich da mit mit unbekümmerter Pracht und die Farben der ganz auf den vollkommenen Mischklang setzenden Instrumentation sind beim Gewandhausorchester um Konzertmeister Frank-Micahel Erben wie immer bestens aufgehoben.

Dennoch bliebe zu fragen, ob die etwas pauschale Schönheit, die selbstzufriedene Gediegenheit dem Werk wirkclih gerecht werden, ob im Detail nicht mehr Substanz, mehr Eregung, mehr, ja, Modernität zu finden wäre. Denn ganz so eklektisch aus der Zeit gefallen, wie sie im Gewandhaus klingt, ist diese 1911 uraufgeführte Sinfonie durchaus nicht. Die motivische Strenge, mit der Elgar nicht nur da herrliche Larghetto entwickelt könnte einen anderen Weg weisen in eine Welt jenseits von Klangschönheit und Selbstgenügsamkeit. Und die britischen Zeitgenossen, die diese Zweite wegen ihres Anspruchs und ihrer Doppelbödigkeit verstöre, sie könnten ja auch ein wenig Recht gehabt haben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.04.2013

Peter Korfmacher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus News
  • Lichtfest Leipzig 2017

    Alljährlich am 9. Oktober erinnert das Lichtfest Leipzig auf dem Augustusplatz an die Ereignisse im Herbst 1989. Hier gibt es alle Infos. mehr

  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Lachmesse Leipzig 2017

    Vom 15. bis 20. Oktober 2017 werden in Leipzig wieder massiv die Lachmuskeln gereizt. Über 180 Künstler kommen zur Lachmesse. mehr

  • Schauspiel Leipzig
    Mikrologo Schauspiel Leipzig

    Theater in Leipzig: Höhepunkte, Premieren, Spielplan und Angebote der Spielzeit 2017/2018 im Schauspiel Leipzig. mehr

Blättern Sie hier durch die aktuelle Veranstaltungsbeilage "Applaus" und finden Sie Konzerte, Shows, Ausstellungen, Sport-Events und mehr in Leipzig und Umgebung. mehr

Erfahren Sie mehr auf www.leipziger-museen.de

"Stasi – Macht und Banalität": Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" gibt Einblicke in den SED-Überwachungsstaat. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr