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Open-Air-Musikfest: 21 Live-Konzerte in neun Tagen – Peter Degner im Interview

Open-Air-Musikfest: 21 Live-Konzerte in neun Tagen – Peter Degner im Interview

Wenn Frank Sinatra und Freddie Mercury, Luciano Pavarotti und Robbie Williams auf dem Leipziger Markt abwechselnd zu hören sind, dann ist Classic-Open-Zeit. Das Open-Air-Musikfest findet zum 20. Mal statt.

Peter Degner (60), Erfinder und künstlerischer Leiter, gibt im LVZ-Interview Auskunft über das neuntägige Programm (1. bis 9. August) und blickt auf die vergangenen 20 Jahre zurück.

Hätten Sie 1995 gedacht, dass die Veranstaltung 20 Jahre später immer noch lebt?

Überhaupt nicht! Die Classic Open haben sich aus einer kleinen Veranstaltung zu einem großen Ereignis entwickelt, auf das sich die Gäste jedes Jahr freuen. Wir haben Stammgäste, wie zwei Ehepaare aus Münster, die jedes Jahr ihren Urlaub nach unserem Programm ausrichten.

Wie hat sich die Veranstaltung in den zwei Jahrzehnten verändert, was sind für Sie Tops und Flops aus 20 Jahren Classic Open?

Anfangs gab es nur DVDs zu sehen, es gab nur ein Live-Konzert, das war das Abschlusskonzert. Von Jahr zu Jahr sind es mehr Live-Auftritte geworden, in diesem Jahr stehen 21 im Programm. Eins meiner schönsten Erlebnisse aus den 20 Jahren war der Auftritt des falschen Pavarotti, der auch mit riesigem technischem Aufwand verbunden war. Erst 17 Jahre später habe ich das Geheimnis gelüftet, dass ich selbst auf dem Rathausbalkon gestanden habe. Flops gab es keine, ärgerlich war eigentlich immer nur das Kaspertheater mit Pfarrer Christian Wolff wegen der Lautstärke. Und dass wir das nie im Sinne des Publikums miteinander klären konnten.

Wenn Frank Sinatra und Freddie Mercury, Luciano Pavarotti und Robbie Williams auf dem Leipziger Markt abwechselnd zu hören sind, dann ist Classic-Open-Zeit. Das Open-Air-Musikfest findet zum 20. Mal statt. Peter Degner (60), Erfinder und künstlerischer Leiter, gibt im LVZ-Interview Auskunft über das neuntägige Programm (1. bis 9. August) und blickt auf die vergangenen 20 Jahre zurück.

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Nun ist der Pfarrer im Ruhestand, aber die Live-Konzerte müssen trotzdem um 22 Uhr enden.

Das kommt nicht von mir, das ist eine Auflage der Stadt. Wir fangen dafür eine Stunde eher an, in der Woche um 16 Uhr, am Wochenende um 15 Uhr.

Warum wird das 20-jährige Classic-Open-Jubiläum nicht groß gefeiert? Statt zehn Tage geht die Veranstaltung diesmal nur neun Tage, endet bereits am Sonnabend. Bei den Live-Konzerten fehlen bekannte Namen, beliebte Ostrockbands - mal abgesehen von Hans-Jürgen Beyer und Regina Thoss. Stern Meißen war seit langem angekündigt, kommt aber nicht.

Wie jedes Jahr ist das eine Frage der Kosten. Manche Leute sagen, wir sollen Eintritt nehmen, aber das kommt für mich nicht in Frage. Es muss auch eine Veranstaltung in Leipzig geben, die für jedermann offen ist, auch für Leute mit wenig zwischen Daumen und Zeigefinger. Für mich ist es das Schönste, wie gut die Gäste drauf sind. Wenn das Publikum keinen Spaß mehr hätte, würde ich sofort aufhören. Ich denke, dass dieses Jahr durch die S-Bahn-Anbindung sogar noch mehr Leute kommen werden. Gestatten Sie mir übrigens den Hinweis, dass die Oper in diesen 20 Jahren schon den vierten Intendanten hat.

Wie weit planen Sie voraus, für die nächsten 20 Jahre?

Die fünf beteiligten Gastronomen wollen mit mir 25 Jahre vollmachen. Ich bin dabei, aber es muss einen Ruck nach vorn geben, sonst läuft sich die Veranstaltung tot. Neue Stimmen braucht das Land! Daher werde ich mir Bands, Ensembles oder Chöre anhören, die bisher vielleicht in der Garage proben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.07.2014

Kerstin Decker

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