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Oper Leipzig spielt Carmina Burana: alte Liedtexte dienten Carl Orff als Grundlage

Oper Leipzig spielt Carmina Burana: alte Liedtexte dienten Carl Orff als Grundlage

Oper und Liedsammlung zugleich: Carmina Burana ist als szenische Kantate das größte Werk von dem Münchner Komponisten Carl Orff. Am 28. März wird die Musik in der Leipziger Oper um 18 Uhr unter der musikalischen Leitung von Rudolf Piehlmayer erklingen.

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Oper Leipzig im Abendpanorama mit Blick auf den Augustusplatz

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Ein Bibliothekar des Klosters Benediktbeuern fand 1803 die Texte „Carmina Burana“. Er entdeckte dabei, dass es sich um poetische und dramatische Satiren handelte, die sich gegen den päpstlichen Stuhl richteten. Die Texte, die im elften und zwölften Jahrhundert von seinen Glaubesnbrüdern verfasst wurden, beinhalteten entgegen deren klösterlich-zölibateren Lebensvorstellungenauch auch Trinklieder und erotische Geschichten .

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Schriften, nach jahrelangem Hin- und Herreichen veröffentlicht. Im Jahr 1935 verwendete Carl Orff diese als Grundlage für seine Oper Carmina Burana. Die Uraufführung fand am 8. Juni 1937 in der Oper in Frankfurt am Main statt. Das Musikstück ist gleichzeitig das Meisterwerk Orffs und wurde zu einem der populärsten Chorwerke des 20. Jahrhunderts.

Konzipiert ist Carmina Burana unter anderem für drei Flöten, drei Oboen und drei Klarinetten. Die Sopran-, Tenor- und Baritonsolisten umfassen die Gesangsstimmen, die vom Chor unterstützt werden.

Zu Ehren der Göttin Fortuna, die das Schicksal der Menschen bestimmt, singt der Chor der Leipziger Oper. Aus den 55 moralischen und Spottgesängen, 131 Liebesliedern, 40 Trink- und Spielerliedern und zwei Theaterstücken wählte Orff recht frei Textstellen aus. Typisch ist die Verknüpfung mittelalterlicher und antiker Bildungsinhalte, die er mit neuen tänzerischen Rhythmen erfand.

Internet: www.oper-leipzig.de

Nadja Topfstedt

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