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Opferverband empört über Werbefoto des Deutschen Fernseh-Balletts mit DDR-Symbolen

Opferverband empört über Werbefoto des Deutschen Fernseh-Balletts mit DDR-Symbolen

Der Verein DDR-Opfer-Hilfe hat ein Werbefoto des Deutschen Fernseh-Balletts mit Symbolen der DDR als „Geschmacklosigkeit erster Güte“ kritisiert. Auf dem Bild sind die Tänzer mit DDR-Fahnen und Bannern der Freien Deutschen Jugend (FDJ) zu sehen.

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Das Fernsehballett bei einer Show in der Arena Leipzig. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Berlin/Leipzig. Das Ballett, das früher zum Mitteldeutschen Rundfunk MDR gehörte, „verharmlose damit die SED-Diktatur auf schmerzliche Weise“, teilte der Verein am Samstag mit. „Der Vorgang zeigt, dass Symbole der SED-Diktatur vom Gesetzgeber ebenso verboten werden müssten wie es die der Nazi-Diktatur bereits sind. Wir sind nicht Opfer zweiter Klasse“, sagte Vize-Vereinschef Roland Schulz.

Das umstrittene Foto gehört zu einer Präsentation des vormaligen DDR-Fernsehballetts zu seinem 50-jährigen Bestehen. Der MDR will am 27. Oktober eine Gala dazu ausstrahlen. Ballett-Geschäftsführer Peter Wolf hatte auf der Internet-Seite des Ensembles das Foto verteidigt. „Wir waren 28 Jahre quasi ein „DDR-Staatsballett“. Hammer, Zirkel, Ährenkranz und FDJ-Flagge gehören nun einmal zu unserer Geschichte. Wir haben gelebt, gearbeitet und getanzt in einem Unrechtsstaat. Zu DDR-Zeiten wäre man für einen derart respektlosen Umgang mit den Symbolen der Arbeiter- und Bauernmacht höchstwahrscheinlich ins Gefängnis gekommen.“ Wolf freute sich darüber, dass 22 Jahre nach dem Ende der DDR nun ein ironischer und frecher Umgang mit den ehemaligen Insignien der Macht möglich sei.

Das Ballett hatte vergangenes Jahr auch mit einem Auftritt beim Geburtstag des tschetschenischen Machthabers Ramsan Kadyrow für Unmut gesorgt.

dpa

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