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Parkway Drive bringen Leipziger Haus Auensee zum Beben

Brachiale Melodien Parkway Drive bringen Leipziger Haus Auensee zum Beben

Heftigste Riffattacken und filigrane Melodiebögen: Das ist die Mischung mit der die australische Metalcore-Truppe Parkway Drive ihre Fans begeistert. So auch beim Gastspiel im Leipziger Haus Auensee bei dem Band und Anhänger gemeinsam die Wände wackeln ließen.

Sorgten für ein schweißgetränktes Konzerterlebnis: Parkway Drive im Haus Auensee.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Dass sich die australische Metalcore-Truppe Parkway Drive in den vergangenen Jahren eine beachtliche Fan-Basis erspielt hat und mittlerweile in der Lage ist, problemlos auch große Hallen zu füllen, wird beim Gastspiel des Quintetts am Sonntag im Leipziger Haus Auensee deutlich.

Abwechslung im Vorprogramm

Bereits eine Stunde vor dem offiziellen Einlass tummeln sich mehrere hundert Menschen vor der Konzertlocation im Leipziger Nordwesten. Und das, obwohl für den Großteil der Fans am nächsten Tag die Arbeit ruft.

Bevor es mit dem Headliner in die Vollen geht, dürfen aber traditionell zunächst zwei Anheizer-Truppen ihr Können unter Beweis stellen. Während die australischen Landsmänner von Thy Art Is Murder mit technischem Death Metal vor allem Freunden der brutaleren Klänge ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern, sorgen die britischen Post-Hardcoreler Architects mit überbordender Lightshow und melodisch-melancholischen Klängen für ausgelassene Stimmung. Vor allem der Smash-Hit „Naysayer“ zieht euphorische Reaktionen nach sich.

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Brachialität und Melodie: Parkway Drive ließen das Haus Auensee erzittern.

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Musikalischer Parforce-Ritt

„Denkt nicht an die Arbeit morgen, sondern habt Spaß“, lautet eine der ersten Ansagen von Parkway-Drive-Fronter Winston McCall an die Menge im proppenvollen Haus Auensee. Und die Fans lassen sich nicht lange bitten: Zum Opener „Destroyer“ wird der Schalter umgelegt und binnen Sekunden verwandelt sich der Innenraum in eine beständig wogende Masse. Da werden Fäuste gereckt, Haare geschüttelt, entstehen Moshpits und wird lauthals mitgesungen.

Das Quintett bietet dem Publikum in 75 Minuten einen Parforce-Ritt durch das eigene Schaffen. Mit mittlerweile fünf regulären Studioalben kann die Band aus dem Vollen schöpfen, und so reiht sich Hit an Hit. Nach „Dying To Believe“ wird mit „Carrion“ ein erster Blick zurück in die Vergangenheit geworfen. Die Fans danken es mit lauten Chören und frenetischem Applaus. Zum folgenden „Karma“ öffnet sich dann auf Forderung von Sänger McCall erstmals ein beachtlicher Circle Pit im Innenraum.

Überhaupt hat der 33-Jährige die Menge von Anfang an im Griff. Das wird vor allem bei der aktuellen Band-Hymne „Vice Grip“ deutlich, zu der die Publikumschöre die Location beben lassen. Dass es nur einer Handbewegung bedarf, um die Fanmasse bei „Deliver Me“ oder „Bottom Feeder“ zum kollektiven Hüpfen zu animieren, ist dann fast schon geschenkt.

Core-Kracher mit Stadionappeal

Auch showtechnisch zieht das Quintett aus Byron Bay alle Register. Ständig ist Bewegung auf der Bühne, werden die Fans animiert oder auch mal klassische Rockstar-Posen ausgepackt. Umrahmt wird das bunte Treiben von einer atmosphärisch abgestimmten Lichtshow, am vorderen Bühnenrand zünden immer wieder Feuerfontänen, die die druckvollen Songs punktgenau untermalen. Generell wird an diesem Abend vor allem eines deutlich: Parkway Drive schaffen es mittlerweile, eine nahezu perfekte Schnittmenge aus erdig-klassischen Core-Krachern und ganz großen Stadionmomenten auf die Bretter zu bringen, die in dieser Form derzeit ihresgleichen sucht.

Das Zugaben-Doppel aus „Crushed“ und „Home Is For The Heartless“ steht exemplarisch für diese beiden Pole. Während Ersteres als pechschwarzer, tonnenschwerer Stahlklumpen über das Publikum hereinbricht, lässt Letzteres zwischen all der Brutalität immer wieder melodische, fast schon melancholische Ausbrüche zu – und bildet so den perfekten Abschluss für einen beinahe rundum gelungenen Konzertabend.

Lediglich der Feueralarm, der kurz nach dem Finale, bei dem auch ein Bengalo zum Einsatz kommt, ausgelöst wird, sorgt kurz für Verwirrung. Die mehreren hundert Fans, die geordnet die Halle verlassen und im Freien dem nasskalten Wetter trotzen, lassen sich aber auch davon nicht ihre gute Laune verderben.

Von Bastian Fischer

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