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Peter Kurth erhält Deutschen Schauspielerpreis für „Herbert“

In Leipzig gedrehtes Kino-Drama Peter Kurth erhält Deutschen Schauspielerpreis für „Herbert“

Für seine Hauptrolle im Drama um den an ALS erkrankten Boxer „Herbert“ ist der Schauspieler Peter Kurth am Freitagabend mit dem Deutschen Schauspielerpreis ausgezeichnet worden. Der Film entstand größtenteils in Leipzig.

Schauspieler Peter Kurth bei der Premiere von "Herbert" in Leipzig

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Für seine Rolle im Kino-Drama „Herbert“ ist Peter Kurth am Freitagabend mit dem Deutschen Schauspielerpreis 2016 ausgezeichnet worden. Der Film über den gleichnamigen, an der tödlichen Nervenkrankheit ALS leidenden Boxer wurde überwiegend in Leipzig gedreht. Autor Clemens Meyer schrieb das Drehbuch.

„Herbert“, ein einstmals erfolgreicher Boxer, sieht in kurzer Zeit seine Kräfte und sein Leben schwinden. Er zieht sich zurück, tritt von der Bühne ab. „Er definiert sich über seinen Körper“, sagte Hauptdarsteller Peter Kurth bei der Premiere Anfang März in Leipzig. „Sein größter Verlust ist, als er merkt, dass der nicht mehr mitmacht, dass seine Zeit endlich ist, dass er seine Deadline bekommen hat.“ Für seine Rolle hatte Kurth rund 15 Kilogramm zu- und dann wieder abgenommen.

Im Film "Herbert" spielt Peter Kurth einen gealterten Ex-Boxer aus Leipzig, der an ALS erkrankt. Auch Schriftsteller Clemens Meyer ist in einer Mini-Rolle zu sehen. Fotos: Wild Bunch

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Für diese Leistung wurde der Darsteller nun mit dem Hauptpreis in der Kategorie „Bester Schauspieler Hauptrolle“ geehrt. Die Verleihung fand im Zoo-Palast-Kino in Berlin statt. Die Auszeichnung wird seit 2012 vom Bundesverband Schauspiel vergeben.

Die Rolle des „Herbert“ bezeichnete Kurth als „eine der größten Herausforderungen“ seiner bisherigen Karriere. „Es war das Gesamtpaket, sich in eine solche schwierige Rolle hineinzuversetzen - und das in meinem Alter“, sagte der 58-Jährige bei der Premiere. Der Film sei weniger ein Boxer- oder ALS-Drama als vielmehr eine Geschichte über Verlust. „Die Krankheit ist dabei nur das Vehikel.“

Der Film ist das Kinodebut von Regisseur Thomas Stuber. Er engaierte Clemens Meyer als Drehbuchautoren, weil Meyer das Milieu der kleinen Leute am Rand der Gesellschaft so gut kennt. In nur 35 Tagen wurde der Streifen gedreht, an den meisten davon fand der Dreh in Leipzig statt. Der Film entstand in Koproduktion mit dem MDR und wurde mit 500.000 Euro von der Mitteldeutschen Medienförderung unterstützt.

chg/nöß/N.W.

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