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Probenbesuch in Leipzig: Topstars aus Israel treten beim Opernball auf

Ballnacht am 31. Oktober Probenbesuch in Leipzig: Topstars aus Israel treten beim Opernball auf

In Deutschland sind sie noch unbekannt, in Israel seit langem Topstars - inklusive Goldplatten und ausverkauften Konzerthallen: Ivri Lider und Marina Maximilian. Die beiden Stargäste des diesjährigen Opernballs absolvierten am Dienstag die erste Probe in Leipzig.

Das wird gut: Kim Fisher und Ivri Lider bei der Probe mit Opern-Dirigent Anthony Bramall (links).
 

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig.  „Bluuumen in der Wüüüste. Seeensucht“ – das muss alles laaang gesprochen werden. Langes U, langes Ü, langes E. Marina Maximilian, Popstar aus Israel, spricht kein Deutsch. Doch sie wird beim 21. Leipziger Opernball als Stargast auftreten und unter anderem den Titel „Israel“ ihrer Landsfrau Daliah Lavi singen. Auf Deutsch. Deshalb erklärt ihr Anthony Bramall, Dirigent an der Oper Leipzig, was sie wie betonen muss.

„Shalom Israel“ heißt das Ballmotto am 31. Oktober am Augustusplatz. Zwei große Namen im israelischen Musikbusiness geben sich die Ehre: Ivri Lider (41) und Marina Maximilian (27). Gemeinsam mit Ballmoderatorin Kim Fisher (46) wollen sie für Gänsehautmomente im Saal sorgen. Einen ersten Vorgeschmack gab es am Dienstag, denn die beiden Stars waren extra für eine Probe nach Deutschland eingeflogen. „Direkt vorm Opernball ist zu wenig Zeit zum Proben. Die Sänger aus Israel sollen viele Songs singen, auch zusammen mit Kim Fisher. Deshalb proben sie jetzt gemeinsam, danach übt jeder alleine weiter“, so Opernball-Geschäftsführerin Vivian Honert-Boddin.

Für Ivri Lider ist es der allererste Besuch in Leipzig. Es wird auch sein erster Auftritt auf einem Opernball in Deutschland sein:„Und dann noch mit dem

Kim Fisher, Ivri Lider, Marina Maximilian und Anthony Bramall (von links) im Probensaal

Kim Fisher, Ivri Lider, Marina Maximilian und Anthony Bramall (von links) im Probensaal.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Gewandhausorchester, das ist etwas ganz Besonderes.“ Der 41-Jährige ist seit zwanzig Jahren erfolgreich als Sänger, Songwriter, Komponist und Produzent. Was er geschafft hat, macht ihm so schnell keiner nach: sechs Millionen verkaufte Platten, jede davon mit Gold- oder Platinstatus, ausverkaufte Touren, unzählige Auszeichnungen. Beim Opernball wird er die Gäste auf Hebräisch begrüßen, dann an der Seite von Kim Fisher durch die Ballnacht führen und außerdem später im Konzertfoyer mit seiner Elektropop-Band spielen.

Mit der talentierten Marina Maximilian ist Ivri Lider schon aufgetreten, als sie noch kein Star war. Die gebürtige Ukrainerin wuchs als Pianistin und Sängerin mit klassischer Musik auf, bis sie zum Jazz und zur Popmusik wechselte. Mit der israelischen Version von „Deutschland sucht den Superstar“ katapultierte sie sich in ihrem Land auf Star-Status. Oper hat die 27-Jährige früher auch selbst gesungen, doch bei einem Opernball ist sie noch nie aufgetreten. Besonders gefällt ihr, „dass es ein Mix verschiedener Stile ist, eine moderne Form von Oper“. Und Marina Maximilian war sogar schon einmal in Leipzig – bei einem Coldplay-Konzert.

„You don’t bring me flowers“, „I love you Baby“, „We are the world“, „Video Games“ – das sind die Titel, die Kim Fisher, Ivri Lider und Marina Maximilian im Probensaal zusammen mit Anthony Bramall durchsingen. Einzeln, als Duo oder zu dritt. Längst noch nicht alles klingt rund, doch alle sind sicher, dass das noch wird. „Am Anfang denkt man immer, upps...! Aber Musik ist eine Sprache, die am Ende immer passt“, versichert strahlend Kim Fisher.

Zum Leipziger Opernball schaltet sich in diesem Jahr erstmals live der MDR zu: Die Verleihung des Fashion Awards und der Auftritt von Marina Maximilian werden live übertragen. Auch wegen des Fernsehens beginnt die Vorfahrt am roten Teppich in diesem Jahr schon eine Stunde eher, um 17 Uhr – erfahrungsgemäß dauert das Defilé der Promis inklusive Fotos und Interviews länger als eine Stunde. „Ab 18.40 Uhr wird das Publikum auf die Plätze geklingelt. Pünktlich um 19 Uhr fangen wir an“, so Opernball-Geschäftsführer Danilo Friedrich. Wer sich noch keine Tickets gesichert hat, kann jetzt maximal noch Flanierkarten (169 Euro) erwerben.

 Mehr Infos und Tickets: www.leipziger-opernball.com

Von Kerstin Decker

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