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Rennbahn im Scheibenholz wird zu Leipzigs größtem Open-Air-Kino

Filmabende für die ganze Familie Rennbahn im Scheibenholz wird zu Leipzigs größtem Open-Air-Kino

Die Leipziger Volkszeitung lädt vom 14. Juli bis zum 3. August zusammen mit der Scheibenholz GmbH zum Sommerkino auf die Galopprennbahn ein. Dazu wird auf dem Geläuf eine 200 Quadratmeter große Leinwand errichtet.

Im Bild: Alexander Leip, Franziska Margalle, Annett Sommer und Björn Steigert (sitzend, von links).

Quelle: Andreas Neustadt

Leipzig. Die Galopprennbahn Scheibenholz gehört den Pferden. Normalerweise. Drei Wochen in diesem Sommer, wenige Tage nach Ende der Fußball-EM, ist das allerdings anders. Da gehört die gut 150 Jahre alte Rennbahn dem Kino. Erstmals gibt es dort vom 14. Juli bis zum 3. August das LVZ-Sommerkino. Eine Kooperation mit der Scheibenholz GmbH und das größte Freiluft-Kino-Angebot in der Stadt und der Region. An 18 Abenden (täglich außer montags) laufen auf einer 200 Quadratmeter-Leinwand Komödien, Romanzen, Thriller, Blockbuster und Arthouse-Produktionen. Die Leinwand steht allerdings nicht wie bei früheren Sommer-Bespielungen hinter der Tribüne, sondern auf dem Geläuf vor der Tribüne. Auf der gibt es 850 überdachte Sitzplätze, davon 70 Logensitze (mit etwas höheren Preisen), sowie 150 Liegestühle davor.

Björn Steigert, Geschäftsführer der Leipziger Volkszeitung: „Ein tolles Gelände, das direkt in der Stadt liegt und gut zu erreichen ist. Mit den Filmabenden möchte die LVZ dazu beitragen, dass das Kulturangebot in Leipzig noch ein Stück bunter wird.“ Das Programm sei so ausgewählt, dass es die ganze Familie erreichen könne. Alexander Leip, Geschäftsführer der Scheibenholz GmbH: „Zum früheren Sommerkino ist das wie ein Quantensprung, wirklich ganz großes Kino.“ Beide Partner sind davon überzeugt, dass dem ersten LVZ-Sommerkino noch viele andere folgen.

Bereits in der nächsten Woche gibt es ein Online-Special mit dem gesamten Programm, beginnt der Vorverkauf und startet die Abstimmung zum Wunschfilm am 14. Juli. Fünf Filme stehen zur Auswahl: „Berlin Calling“, „Go, Trabi, go“, „Der Staat gegen Fritz Bauer“ (als bester deutscher Film 2015 ausgezeichnet), „Der Vorleser“ sowie „Ziemlich beste Freunde“.

Einen Tag vor dem Wunschabend, am 13. Juli, gibt es eine Eröffnungsparty ohne Eintritt – mit Surfmusik von „Bang! Mustang!“ und dem von Mediahedz Leipzig produzierten Dokfilm „Being Bruno Banani“ über einen Sportler der Südseeinsel Tonga, der Olympia-Rennrodler wird (was an „Cool Runnings“ um Jamaikas Rennrodler von 1988 erinnert). Am 16. Juli gibt es nach französischer Livemusik den Arthouse-Hit „Birnenkuchen mit Lavendel“ und am 30. Juli „Star Wars: Das Erwachen der Macht“, zu dem die ersten 30 kostümierten Fans kostenlos Eintritt haben. Am 2. August kommen Clemens Meyer und Regisseur Thomas Stuber ins Scheibenholz, um ihr Leipziger Boxer-Drama „Herbert“ vorzustellen, das gerade drei deutsche Filmpreise gewonnen hat. Als Zugabe läuft der Kurzfilm „Von Hunden und Pferden“, den Thomas Stuber nach einer Vorlage von Clemens Meyer drehte und für den er den Studenten-Oscar in Los Angeles gewann.

Weitere Filme im Programm sind u.a. „Dirty Dancing“, der erste Streich von „Fack ju Göhte“, „Bridge of Spies“, Das Patricia Highsmith-Melodram „Carol“, der Terroristen-Knaller „London has fallen“ sowie „Sing Street“, die Gute-Laune-Geschichte um Liebe und eine Teenie-Band mit viel Musik im Sound der 80er. An zwei Abenden stellt LVZ-Filmkritiker Norbert Wehrstedt Produktionen vor, die im Kino übersehen wurden, obwohl sie das Zeug zum Kultfilm haben: die tempostarke, pointenreiche und rabenschwarze Gangster-Komödie „What the Fuck heißt Redirected“ (21. Juli) sowie „Sicario“ (28. Juli), die sicher filmisch aufregendste und spannendste Jagd auf einen Drogenbaron an der heißen Grenze USA-Mexiko, die je gedreht wurde – mit Emily Blunt als FBI-Agentin im Schatten von CIA-Männern.

Das LVZ-Sommerkino öffnet immer um 20 Uhr, der Film startet zwischen 21 und 22 Uhr. Tickets kosten an der Abendkasse 8,50 Euro, im Vorverkauf 7,50 Euro. Am Dienstag ist Kinotag, da ist der Eintritt, an der Abendkasse wie im Vorverkauf, einen Euro günstiger. Zu kaufen sind Karten im LVZ Media Store (Höfe am Brühl), der LVZ-Geschäftsstelle im Peterssteinweg 14-16, in der Ticketgalerie Hainstraße 1, im Büro der Scheibenholz GmbH (Rennbahnweg 2a) oder online unter www.sommerkino-leipzig.com. Da die Logen auf der Haupttribüne nur begrenzt Plätze bieten, sollten Firmen, die sie für Kunden oder Mitarbeiter erwerben möchten, rasch zugreifen.

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