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Rock am Ring und im Park: Zwillingsfestival in Nürnberg und am Nürburgring gestartet

Rock am Ring und im Park: Zwillingsfestival in Nürnberg und am Nürburgring gestartet

Wenn „Rock am Ring“ ruft, kommen sie alle. In diesem Jahr sogar Schneewittchen. Das war allerdings nur eines der vielen verrückten Kostüme der Besucher auf Deutschlands größtem Musikfestival.

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Selig-Sänger Jan Plewka beim Rock am Ring 2011.

Quelle: dpa

Nürnberg/Nürburg. Je ausgefallener, desto besser. Zehntausende Fans kamen an diesem Wochenende zum Nürburgring und auf das Nürnberger Zeppelinfeld, um Bands wie Mando Diao („Gloria“), Beatsteaks („Hand in Hand“), System Of A Down („Chop suey“) oder The Kooks („She moves in her own way“) zu sehen und vor allem zu hören. Insgesamt sollten bis zum Sonntag rund 85 Gruppen auf drei Bühnen spielen. Dazu gab es viel Alkohol und gute Laune.

Bis auf 900 Restkarten waren laut Veranstalter bis Samstag alle 85.000 Tickets für „Rock am Ring“ verkauft. Etwas weniger voll war es beim kleineren Zwillingsfestival „Rock im Park“, wo nach Veranstalterangaben von Samstagmorgen nur rund 55.000 Tickets verkauft waren. Im vergangenen Jahr hatten 65.000 Fans in Nürnberg gefeiert.

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Nürnberg/Nürburg. Der Nürburgring in der Eifel und das Nürnberger Zeppelinfeld sind wieder zu einem Mekka der Rockmusik-Freunde geworden. Am Freitag starteten dort die großen Festivals „Rock am Ring“ und „Rock im Park“, zu denen insgesamt bis zu 150.000 Besucher erwartet werden. Bei strahlendem Sonnenschein stimmten sich die Rock-Fans auf den dreitägigen Party-Marathon ein.

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Für einen ersten Höhepunkt hatte bei strahlendem Sonnenschein in der Eifel am Freitagnachmittag die US-Band Plain White T’s gesorgt, die mit ihrer Hit-Ballade „Hey there Delilah“ aus dem Publikum einen Chor mit tausenden Stimmen machte. Für einige Fans waren Hitze und Alkohol da schon zu viel, sie kippten um und mussten von Rettungskräften versorgt werden. Das Deutsche Rote Kreuz zählte bis in die Nacht zum Samstag mehr als 3000 Hilfsleistungen - viele Musikfans hatten einen Sonnenbrand bekommen und mussten mit Kühlsalben versorgt werden.

1700 Mal mussten die Hilfsdienste um das Bayerische Rote Kreuz allein bis Samstagmittag in Nürnberg ausrücken, um Hitzschläge und Sonnenbrände zu behandeln, oder auch die nahezu obligatorische Schürfwunde - hervorgerufen durch eine ungünstige Kombination aus Alkohol, Eile und Asphalt. Am Nachmittag brachte dann ein Regenschauer willkommene Abkühlung.

Das Festival am Nürburgring wurde von einem tragischen Unfall überschattet: Ein 21-jähriger Festivalbesucher aus Hessen war am Freitag auf dem Weg zu dem Musikspektakel von einem Auto angefahren und dabei tödlich verletzt worden. Die Polizei meldete nach dem Start dann jedoch zunächst keine großen Zwischenfälle - nur Taschendiebstähle und Autoaufbrüche. Auch bei „Rock im Park“ blieb die Lage ruhig - es gab noch nicht einmal Anwohnerbeschwerden über die Lautstärke.

Die Zeltplätze an der Rennstrecke waren seit Mittwoch geöffnet. „Saufen, saufen, saufen“, beschreibt der 28-jährige Franck aus Luxemburg das Vorprogramm. „Wir hatten zwei Tage lang Alkohol, jetzt wollen wir nur noch Musik hören, damit man auch was mitkriegt“, sagt der 21-jährige Marc aus Nordrhein-Westfalen. „Die Bands sind echt geil, die Leute sind gut drauf“, ergänzt Tatjana, die mit ihm da war.

Am Freitagabend rockten Mando Diao die Eifel. Sänger Björn Dixgard versprach nicht zu viel, als er vor „Down in the Past“ den Besuchern zurief: „Lasst uns ein paar Mauern einreißen.“ Wenn es welche vor der Bühne gegeben hätte, wären sie wohl fällig gewesen. Die Rockfans tanzten sich in Ekstase. Und mit einer Endlosversion von „Dance with Somebody“ als Zugabe sicherten sich die Schweden frenetischen Jubel. In Nürnberg begeisterten The Kooks aus Großbritannien, Hurts oder die US-Metal-Band Korn. Als die für ein Rockfestival untypische Gruppe Söhne Mannheims auf der großen Bühne auftraten, zog es allerdings viele Rockfans zur kleineren „Alterna-Stage“.

Michel im Bundeswehr-Turnhemd mit Blümchenhut war schon zum achten Mal bei „Rock am Ring“. Der 26-jährige Frankfurter bevorzugt die härteren Klänge und freute sich auf die US-Metaller System Of A Down am Sonntagabend - aber ohne Alkohol. „Montag wird gearbeitet.“

Tobias Goerke und Britta Schultejans, dpa

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