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Rockharz-Festival bricht wieder Rekorde

54 Bands und 13.000 Besucher Rockharz-Festival bricht wieder Rekorde

Wenn die Nachfrage mit jedem Jahr wächst, muss man als Veranstalter ziemlich viel richtig gemacht haben: Das Rockharz-Festival, dessen 22. Auflage von Donnerstag bis Sonnabend stattgefunden hat, war mit gut 13.000 Besuchern zum fünften Mal in Folge ausverkauft - diesmal mussten die Gastgeber bereits Anfang Juni die "Sold Out"-Schilder ins virtuelle Kassenhäuschen kleben.

In den ersten Reihen ist es besonders kuschelig: 13.000 Besucher feierten am Wochenende beim Rockharz-Festival.

Quelle: Susanne Richter

Ballenstedt. Was einst in Osterode, im Westharz, als lokales Anti-Nazi-Open Air mit nicht einmal hundert Besuchern begann, hat eine Entwicklung vollzogen, die beispielhaft für die härtere Musikszene in Deutschland ist: Das Rockharz zog aus Kapazitätsgründen vor sieben Jahren in den Osten, auf den Flugplatz Ballenstedt, zehn Kilometer von Quedlinburg entfernt - und die Fans zogen nicht nur mit, es kommen jedes Jahr neue hinzu. Auf 13.000 Besucher - zwischen 7 und 77 Jahren - bringt es dieses in seiner Anmutung immer noch kleine und feine Festival, was einen Zuwachs um knapp 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und wieder einmal einen Zuschauerrekord bedeutet.

54 Bands an drei Tagen: Rund 13.000 Besucher haben von Donnerstag bis Sonnabend beim Rockharz-Festival zu Musik von Metal bis Mittelalter-Rock gefeiert. Fotos: Susanne Richter

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Damit erreicht das Rockharz endgültig die deutsche Profiliga der Open-Airs. Unter den Metal-Festivals ist das dreitägige Gezocke auf dem Flugplatz Ballenstedt inzwischen eine Konstante, mit Kultstatus, nach dem unschlagbaren Wacken, nach dem With Full Force (Nordsachsen) und dem Summer Breeze (Mittelfranken). "Wir sind jetzt fast an der Obergrenze. Das Festival soll vor allem Spaß machen und nicht in Gigantonomie ausarten. Die Leute sollen sich bei uns wohlfühlen", macht Festival-Sprecher Jens Martin Baumgartner klar. "Theoretisch könnten wir noch weiter wachsen, der Platz wäre vorhanden - wir wollen aber die besondere familiäre Atmosphäre nicht durch Größe kaputt machen."

Breite Vielfalt der Riff-Szene

Mittlerweile stehen die Schwergewichte der Riff-Szene Schlange, um auf dem Flugplatz im beschaulichen Harz-Vorort aufzutreten. Ein Blick auf das Line Up beweist: Das Rockharz bietet eine Vielfalt, die quasi für jeden Liebhaber von Stromgitarren akustische Schmeckerchen bietet. Bands wie Epica oder Blues Pills stehen nicht nur für die weibliche Seite des ehemals männlich dominierten Geschäfts, sondern auch für die Breite des Line Up; Ghost Brigade und Cradle of Filth besingen das Leid an sich und im Besonderen; The Haunted und The Black Dahlia Murder zocken die härtesten Moshpits in den Ballenstedter Staubacker; Tanzwut, Letzte Instanz und Schandmaul rocken das Mittelalter; Coppelius entrücken Raum und Zeit, Soulfly, Eisbrecher, Stahlmann, Alestorm, Delain und Betontod demonstrieren in all ihrer Unterschiedlichkeit, wie tanzbar Metal beziehungsweise harter Rock heute sein kann; Hammerfall, Dream Theater und Eluveite bügeln schließlich (fast) alle geschmacklichen Differenzen glatt.

Festival-Macher: Kurze Wege, große Auswahl

54 Bands, ebenfalls ein neuer Rekord, stehen innerhalb von drei Tagen auf den beiden Bühnen, die - in Deutschland nur zweimalig, neben Wacken - gleichwertig nebeneinander stehen und abwechselnd bespielt werden. "Uns geht es um Besucherzufriedenheit. Kurze Wege, viele sanitäre Einrichtungen, eine große Auswahl bei der Verpflegung und natürlich eine möglichst große Breite bei den Bands - die Leute sollen sich bei uns einfach wohlfühlen“, sagt Baumgartner. Dass das Konzept aufgeht, hat auch die diesjährige Auflage wieder bewiesen. Ab nächster Woche gehen alle Festival-Macher wieder ihren regulären Jobs nach - denn auch das macht das Rockharz aus: Mit Ausnahme des Geschäftsführers sind alle anderen Mitarbeiter nur Hobby-Organisatoren.

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