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Rockige Liebeserklärung an Leipzig

Großes Konzert am 5. Juni beim Stadtfest Rockige Liebeserklärung an Leipzig

Ein außergewöhnliches Konzert steigt am 5. Juni im Rahmen des Stadtfestes Leipzig: Leipziger Musiker legen unter dem Titel „Unser Herz schlägt für Leipzig“ ein Bekenntnis zu ihrer Stadt ab. Mit Initiator Thomas Rosanski sprachen wir über das Projekt und die Band Four Roses, deren Gitarrist und Sänger er ist.

Großes Musiker-Team mit wummernden Herzen für Leipzig – von links: Jan Kirsten, Gunter Christian, Teo Uhlmann, Tina Schmalfuß, Uwe Menger, Hugh Ree, Thomas „Rose“ Rosanski, Elfi Aldinger, Andy Herwig, Maik Klotzsch, Eric Lyr, Sabine Martick, Stefan Glück und Lars Müller treten am 5. Juni gemeinsam beim Stadtfest auf.

Quelle: Achim Lingelbach

Leipzig. Ein außergewöhnliches Konzert steigt am 5. Juni im Rahmen des Stadtfestes Leipzig: Leipziger Musiker legen unter dem Titel „Unser Herz schlägt für Leipzig“ ein Bekenntnis zu ihrer Stadt ab. Mit Initiator Thomas Rosanski sprachen wir über das Projekt und die Band Four Roses, deren Gitarrist und Sänger er ist.

In einem Satz: Was ist an Leipzig so toll?

Die Stadt, die Menschen, die Kultur.

Leipziger lieben ihre Stadt zunehmend offensiver. Wie kommt das?

Leipzig hat sich seit den 90er Jahren enorm entwickelt. Und nach wie vor ist ein Spirit zu spüren, etwas Besonderes, eine hohe Lebensqualität. Ich bin beruflich in ganz Deutschland unterwegs. Immer, wenn ich Leipzig als Heimat nenne, höre ich: Das ist eine faszinierende Stadt!

Wie ist das Projekt zum Stadtfest entstanden?

Schon vor zwei Jahren habe ich den Song „Unser Herz schlägt für Leipzig“ geschrieben, eher mit Blick auf eine Stadionhymne für RB, nachdem mich ein Scout des Clubs mal dazu ermunterte. Später hab ich das Stück als Rock-Ode an die Stadt umgeändert und mir zum Ziel gesetzt, unter diesem Banner eine große Show mit Kollegen steigen zu lassen, eine Hommage an Leipzig. Veranstaltungsmanager Bernd Hochmuth fand das interessant und schlug die Umsetzung für das 25. Stadtfest vor.

Wer tritt dabei auf?

Ich habe einige Kollegen angesprochen, und alle durch die Bank haben begeistert zugesagt. Jan Kirsten von Karussell und Takayo, Stefan Glück von der Oldie Live Band, Tina Schmalfuß von Pub’n’Steel, Maik Klotzsch von den Scuttles, Andreas Herwig von P70 und einige mehr spielen in unterschiedlicher Besetzung Meilensteine der Rockgeschichte – Billy Idol, Tina Turner, U2, Silly, Natalie Imbruglia oder David Bowie. Zum Finale wird mit versammelter Mannschaft „Unser Herz schlägt für Leipzig“ zelebriert.

Wie und wann ist eigentlich die Band Four Roses entstanden?

Ende der 90er lernte ich Gitarrist Flecke kennen, der einen Sänger suchte. Wir traten zunächst als Duo Flecke & Co auf. Als ich einmal im Morrison’s Pub versackte, stand die Flasche „Four Roses“-Whiskey vor mir. Da klingelte es sofort: So soll es sein. Unter diesem Namen gründeten wir uns 2001 neu, damals mit Lutz „Lutzer“ Bachmann am Bass und Uwe Menger an den Drums.

Träumt man als Coverband davon, mit einer Eigenkomposition einen Hit zu landen?

Einen lokalen Hit haben wir ja gerade. Doch nach einer Chartplatzierung lechzen wir nicht wirklich – denn man müsste dann diesen Weg weiter gehen und die Coverschiene verlassen. Das wollen wir nicht. Uns erfüllt, was wir tun, und wir bekommen wunderbares Feedback.

Ihr habt rund 120 Auftritte im Jahr, rockt oft über drei Stunden, obwohl Ihr das nicht müsstest. Macht dieses Überziehen überhaupt nicht müde?

Das fasziniert mich manchmal selbst. Es gibt Phasen, an denen wir mehrere Tage unterwegs sind, bis 6 Uhr früh feiern und uns am Tag danach fragen, wie wir die nächste Show überstehen sollen. Aber kurz vor dem Auftritt ist das alles weg. Da wird Energie freigesetzt, und immer wieder macht das einen irren Spaß. Wenn die Leute noch feiern wollen – bitteschön, dann sind wir für sie da.

Ihr habt aus „Unser Herz“ eine Variante über RB Leipzig, am 29. Mai spielt Ihr beim Saisonausklang des SC DHfK – seid Ihr Sportfans?

Das ist eher Zufall – dennoch freuen wir uns, dass Leipzig auch wieder Sportstadt geworden ist. Für uns sind solche Auftritte natürlich gute Plattformen, um für uns zu werben.

Ihr habt unter anderem mit Silly auf einer Bühne gestanden. Was hältst Du von der Trikot-Aktion beim RB-Aufstiegsfest?

Das war keine kluge Aktion von der Band, die ich sonst sehr gern mag. Silly müssen sehr genau gewusst haben, für welchen Anlass sie dort gebucht waren. So etwas tut man nicht. Irgendwo hab ich danach die Forderung gelesen, Silly könnten ja im Gegenzug im RB-Trikot in Dresden spielen. Das wäre ein heißer Tanz!

Was war Dein bisher beeindruckendstes Erlebnis als Musiker?

Letztes Jahr vor 10 000 Leute spielten wir in Kelbra – als Vorband von Silly. Zwei Stunden lang. Obwohl uns die wenigstens gekannt haben dürften und doch eigentlich auf den Hauptact gewartet haben, wurde es eine Riesenparty. Bei Citys „Am Fenster“ sangen alle aus vollem Hals mit – das war Gänsehaut pur!

Und das tollste Erlebnis mit Fans?

Da gab es sehr viele. Kürzlich beim Auftritt im pfälzischen Nierstein reisten treue Fans aus Kassel und Frankfurt an und haben uns ein Poster mit Karikaturen von uns überreicht. Sowas ist einfach zauberhaft und rührend.

Interview:

Four Roses spielen am 3. Juni beim Stadtfest (Wilhelm-Leuschner-Platz, 21.30 Uhr); am 5. Juni steigt die Hommage „Unser Herz schlägt für Leipzig“ um 18 Uhr ebenfalls auf dem Leuschner-Platz. Das 15-jährige Bestehen wird am 16. September auf der Geyserhaus-Parkbühne gefeiert (19.30 Uhr).

Von Mark Daniel

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