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„Rotbart“ Barbarossa – der neue Held von Bestsellerautorin Sabine Ebert

Geschichtsroman „Rotbart“ Barbarossa – der neue Held von Bestsellerautorin Sabine Ebert

Bestseller-Autorin Sabine Ebert (58, Hebammen-Saga) hat ihren nächsten großen Geschichtsroman geschrieben. In „Schwert und Krone – Meister der Täuschung“ begibt sich die in Leipzig lebende Schriftstellerin auf die Spuren von Barbarossa.

Sabine Ebert.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Diesmal hat sie sich unglaublich kurz gefasst: nur knapp 600 Seiten! „Ich will keine 1000-Seiten-Romane mehr schreiben“, seufzt die in Leipzig lebende Bestseller-Autorin Sabine Ebert (Gesamtauflage: 3,5 Millionen). Dafür hat sie sich gleich Arbeit für zehn Jahre vorgenommen – und ein zehnbändiges Panorama über Barbarossa und dessen Aufstieg zu einem der mächtigsten Herrscher des Mittelalters konzipiert. Die ersten drei Bände hat der Münchner Knaur Verlag schon fest im Programm, dafür gibt es sogar schon Cover und Titel. Vom zweiten Band sind bereits 150 Seiten geschrieben, er soll schon Ende 2017 erscheinen. „Letztlich entscheiden aber die Leser, wie lang die Reihe wird“, sagt Sabine Ebert.

Band 1 heißt „Schwert und Krone: Meister der Täuschung“ und feiert am4. März in Meißen und Leipzig Premiere. Mit dem Erstling – ihrem neunten Roman – geht die 58-Jährige danach bis zur Leipziger Buchmesse auf große Lesetour, die sie nach Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz führt. Barbarossa (etwa 1122 bis 1190), späterer Kaiser des römisch-deutschen Reiches, taucht als 16-jähriger Friedrich III., Sohn des Herzogs von Schwaben, im Roman auf, spielt aber noch keine sehr große Rolle. Zunächst stehen andere Fürsten und deren Streit um die Krone im Mittelpunkt. Barbarossas Aufstieg wird sich erst in den folgenden Bänden vollziehen. Und so wirkt der Teil 1 der „Barbarossa-Saga“ wie das Warmlaufen für den späteren großen Wurf, indem zunächst die spannenden historischen Hintergründe dargestellt werden.

Ebert geht diesmal fast 900 Jahre in der Geschichte der Sachsen, Bayern, Franken, Schwaben, Thüringer, Holsteiner, Brandenburger und Mecklenburger zurück. „Wichtig für das Verständnis ist, dass das damalige Sachsen nicht mit dem heutigen übereinstimmt. Es umfasste in etwa das Dreieck Nordsee – Harz – Westfalen“, betont sie. Wissenschaftler aus Dresden und Leipzig erstellten eine Karte zu dem im Roman behandelten Territorium, die im Buch abgebildet ist. Wer die Stätten der Handlung aufsuchen will, wird aber eher enttäuscht: „Burg Anhalt oder Burg Ballenstedt sind geschliffen und niedergebrannt worden, viele Orte sind längst überbaut worden, und auch auf dem Burgberg in Meißen sah es damals noch ganz anders aus.“ Daher hat die Autorin lieber auf alte Pläne und Karten, Grabungsbefunde und andere Quellen als auf Vor-Ort-Recherchen zurückgegriffen.

Es ist ihr „frühester“ Roman, der im Jahr 1137 beginnt. Die Stadt Freiberg gab es damals noch gar nicht, die in Eberts Hebammen-Saga – die 30 Jahre später ansetzt – eine zentrale Rolle spielt. Aber die Fans der Hebammen-Bestseller-Reihe werden einige vertraute Personen wiedererkennen: Otto und Dietrich von Wettin, Albrecht der Bär, seine Tochter Hedwig, Heinrich der Löwe, Ritter Christian und eben auch Barbarossa sind in „Schwert und Krone“ gerade erst geboren, tauchen als kleine Kinder oder junge Männer auf. Eine der wenigen erfundenen Figuren ist Spielmann Lukian: Er legt in Meißen seine Spielmannskleidung und die Flöte in eine Truhe, um sesshaft zu werden. In der späteren „Hebammen-Saga“ holt Hauptheldin Marthe diese Utensilien wieder aus der Truhe heraus. Sabine Ebert hat die Szene als Geste für die treuen Marthe-Fans in ihren neuen Roman eingebaut.

Typisch für die Schriftstellerin ist ihre historische Genauigkeit. Auch diesmal lässt sie fast ausschließlich belegte Personen aufmarschieren. 90 Prozent der Figuren und ihrer Handlungen sind verbürgt, nur die Dialoge und wenige verbindende Charaktere sind erfunden. Diesmal erzählt die Autorin nicht aus Sicht einer einzelnen Person, sondern versetzt sich in die Perspektive verschiedener Fürsten hinein. Ab dem dritten Band geht es ein Stück mehr ins heutige Italien, schließlich hat „Rotbart“ Barbarossa sechs Feldzüge südlich der Alpen geführt. Er ertrank nach einem Kreuzzug am 10. Juni 1190 in der heutigen Südosttürkei.

Das Buch feiert am 4. März gleich zweifach Premiere – um 11 Uhr auf der Albrechtsburg in Meißen und um 20 Uhr im Leipziger Stadtbad. Sabine Ebert ist zu Gast in der LVZ-Autorenarena zur Leipziger Buchmesse: 25. März, 11.30, Halle 5 C 100, weitere Informationen: www.sabine.ebert.de

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