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Schauspiel Leipzig: Stadt sieht 400.000-Euro-Defizit bestätigt – FDP meldet Zweifel an

Schauspiel Leipzig: Stadt sieht 400.000-Euro-Defizit bestätigt – FDP meldet Zweifel an

Die Finanzen des Schauspiels Leipzig aus der Ära Hartmann werfen weiter Fragen auf. Während die Stadt am Donnerstag mitteilte, dass eine Prüfung der Wirtschaftszahlen grundsätzlich ein Defizit von mehr als 400.000 Euro bestätige, meldete die FDP-Ratsfraktion umgehend Zweifel an.

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Sebastian Hartmann, Ex-Intendant des Leipziger Centraltheaters.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Niemand habe den Betrag glaubhaft belegen können, heißt es in einer Erklärung.

Nachdem Enrico Lübbe, seit dieser Spielzeit Chef des Leipziger Schauspiels, hatte im Betriebsausschuss Kulturstätten mündlich von dem sechsstelligen Minus berichtet. Danach sollte die städtische Beratungsgesellschaft BBVL den Sachverhalt prüfen. Dazu beschäftigte sich die Gesellschaft mit den Daten einzelner Quartale und machte vertiefende Stichproben, erklärte die Stadt Leipzig am Donnerstag. Außerdem sei das Budget für die Spielzeit 2013/14 herausgerechnet worden.

Das Defizit von rund 400.000 Euro sei vor allem durch Mehraufwendungen für die „Leipziger Festspiele“ und dem Umbau der großen Bühne zu einer Arena verursacht worden. Mit den Festspielen krönte Hartmann seine Intendanz (2008-2013) in Leipzig holte namhafte Künstler und Musiker an die Leipziger Spielstätte.

Bei der ersten Diskussion um ein mögliches Defizit im Schauspiel-Etat stand auch die auch „Weiße Nacht“ auf  Schloss Beesenstedt. Das Abschlussfest soll ein Loch von rund 100.000 Euro in die Schauspiel-Kasse gerissen habe, hieß es. Dazu erklärte die Stadt Leipzig heute nur, Beesenstedt sei „nicht Bestandteil des Wirtschaftsplans“ gewesen. Sebastian Hartmann hatte öffentlich alle Vorwürfe als „völlig haltlos“ und „aus der Luft gegriffen“ zurückgewiesen.

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Reik Hesselbarth, FDP.

Quelle: André Kempner

Aus Sicht von FDP-Fraktionschef Reik Hesselbarth lasse die Prüfung der BBVL noch zahlreiche Fragen offen, sei zudem noch nicht abgeschlossen. Die Beratungsgesellschaft hatte ihren Report dem Betriebsausschuss Kulturstätten vorgestellt, zu dem auch der Liberale gehört. Nach Ansicht von Hesselbarth sei demnach die Zahl von 400.000 Euro falsch. Zu weiteren Details wollte er sich aber nicht äußern: Die Ausschuss-Sitzung sei vertraulich gewesen.

Evelyn ter Vehn

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