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Schlechtwetter-Sommer nutzt Museen in Sachsen - auch Leipziger Bildermuseum profitiert

Schlechtwetter-Sommer nutzt Museen in Sachsen - auch Leipziger Bildermuseum profitiert

Kunst statt Freibad, Kino statt Biergarten: Kälte und Nässe im Hochsommer bescheren Museen und Filmtheatern in Sachsen ein Besucherplus. Vor allem das vollkommen verregnete und kühle letzte Juli-Wochenende nutzten Familien, Urlauber und Touristen für den Besuch einer Ausstellung und ein Kinoerlebnis.

Dresden/Leipzig. Genaue Zahlen für den Juli liegen aber noch nicht vor. „Von Regentagen profitieren wir immer“, sagte eine Sprecherin des Museums der Westlausitz in Kamenz. Der Besucherstrom sei ein ganz anderer als bei schönstem Sommerwetter. „Man merkt, es ist mehr los.“ Dafür sorge aber wohl auch das Ferienprogramm unter anderem mit einem Detektivspiel.

Auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wagten noch keine verlässliche Aussage hinsichtlich der Juli-Resonanz für ihre zwölf Museen. „Bei dem scheußlichen Wetter am letzten Wochenende hatten wir im Schloss eine deutlich hohe Besucherzahl“, sagte Pressesprecher Stephan Adam. Lagen die vergangenen beiden Juli-Wochenenden dort über dem für den Sommer normalen Limit, sorgte der Dauerregen am letzten Wochenende für ein knapp 40-prozentiges Tagesplus. „Je schlechter das Wetter im Sommer, umso besser die Besucherzahlen.“

Der Sprecher der Chemnitzer Kunstsammlungen, Jörg Ivandic, sieht dagegen den Grund für die Besucherströme im Haus in der derzeitigen, attraktiven Sonderausstellung zu Max Slevoigt. „Bei uns ist nicht das Wetter, sondern der Inhalt Motiv für einen Besuch.“ Die Gäste kämen eben trotz des starken Regens. „Der hat sie nicht abgehalten.“ In dem Museum schwankten die Zahlen eher, wenn das Angebot nicht so gut sei. Im Deutschen Hygiene-Museum Dresden merken die Mitarbeiter, wenn das Wetter schlecht ist. „Dann ist es hier immer besonders voll“, sagte ein Sprecher. Vor allem Familien nutzten die Ausstellungen zum Menschen und das  Kindermuseum als Alternative zum Freibad.

Ausnehmend gut besucht sind die Veranstaltungen für Kinder im diesjährigen Ferienprogramm des Museums der bildenden Künste Leipzig. „Statt sonst drei kommen jetzt zehn Kinder“, sagte Museumssprecher Jörg Dittmer. „Wo sie nicht ins Freibad können, schauen Eltern und Großeltern eben, was in den Museen los ist.“ Die Besucherzahlen insgesamt im Juli dürften nicht viel höher als sonst liegen, meinte Dittmer. „Nur das letzte Wochenende war eindeutig ein Ausreißer, da kamen bestimmt doppelt so viele Menschen wie an den Wochenenden zuvor.“

Die vollkommen verregneten Tage zogen viele Kinder und Jugendliche auch ins Kino. Es wurden bestimmt doppelt so viele Karten wie an den anderen Wochenenden verkauft, sagte eine Sprecherin des Dresdner Cinemaxx. Wegen der Ferien seien die Zahlen aber allgemein besser, die Vormittagsvorstellungen dank des Wetters besonders gut besucht. Die Mehreinnahmen sind gut für die Bilanz. „Wir haben ja auch Durststrecken.“

dpa

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