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Schriftsteller Gerd Fuchs gestorben

Literarischer Chronist Schriftsteller Gerd Fuchs gestorben

Der Schriftsteller Gerd Fuchs ist tot. Er starb bereits am 13. April im Alter von 83 Jahren im Kreise seiner Familie.

Der Schriftsteller Gerd Fuchs ist im Alter von 83 Jahren gestorben.

Quelle: Detlef Grumbach / Edition Nautilus

Leipzig. Der Schriftsteller Gerd Fuchs ist tot. Wie sein Verlag, die Edition Nautilus, am Mittwochabend mitteilte, starb er bereits am 13. April im Alter von 83 Jahren im Kreise seiner Familie in Hamburg. „Auf deren Wunsch treten wir erst jetzt an die Öffentlichkeit“, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Autor debütierte 1966 mit dem Erzählungsband „Landru und andere“, veröffentlichte dann unter anderem die Romane „Schinderhannes“, „Schußfahrt“ und „Die Auswanderer“. 1981 wurde „Ein Mann fürs Leben“ mit Manfred Krug und Hannelore Hoger für die ARD verfilmt. Der Verlag würdigt Gerd Fuchs als einen der großen bundesdeutschen Schriftsteller und ein wichtigen literarischen Chronisten.
Geboren wurde er am 14. September 1932 im saarländischen Nonnweiler, aufgewachsen ist er in Hermeskeil bei Trier. Er studierte Germanistik und Anglistik in Köln und München. Ab 1964 war er journalistisch tätig: als Feuilleton-Redakteur bei der „Welt“, ab 1967 als Kultur-Redakteur beim „Spiegel“ und später als freier Mitarbeiter bei „konkret“. Seit 1968 arbeitete er als freiberuflicher Schriftsteller und Lektor.

Fuchs war Mitgründer der AutorenEdition und Mitglied des deutschen PEN. Seine eigene Geschichte hat er in dem Band „Heimwege“ beschrieben, der 2010 bei der Edition Nautilus erschien, „eine Autobiografie aus Momentaufnahmen und Schlaglichtern sowie ein poetischer Rückblick auf das Werden eines Schriftstellers: idyllisch, komisch, ironisch, bitter oder milde.“
Gerd Fuchs wurde 2007 mit dem Italo-Svevo-Preis ausgezeichnet, in seiner Laudatio auf den Kollegen sagte Uwe Timm: „Fuchs erzählt in einer Sprache, die ihre Spannung aus ihrer syntaktischen Beweglichkeit gewinnt, durch Kontradiktion, durch Lakonie, auch Ironie, vor allem aber durch dieses Nachdenken, durch die Genauigkeit in der Beschreibung, dieses Staunen über die Menschen.“

LVZ

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